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Schüsse in der Silvesternacht Weltweites Entsetzen über Anschlag in Istanbul

Ob aus Rom, Moskau oder Jerusalem: Präsident Erdogan und die Regierung erreichen Solidaritätsbekundungen aus aller Welt.

Legende: Video Anschlag in Istanbul abspielen. Laufzeit 01:28 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 01.01.2017.

Rom: Papst Franziskus gedachte nach seiner Neujahrsmesse der Opfer. «Leider hat die Gewalt auch wieder in dieser Nacht der Wünsche und der Hoffnung zugeschlagen», sagte der Pontifex beim traditionellen Angelusgebet vor rund 50'000 Gläubigen.

Moskau: Der russische Präsident Wladimir Putin sicherte der Türkei seine Unterstützung im Kampf gegen den Terrorismus zu. «Es ist unsere Pflicht, entschlossen Widerstand gegen die terroristische Aggression zu leisten», schrieb der Kremlchef in einem Telegramm an Erdogan. «Es ist schwer, sich ein zynischeres Verbrechen vorzustellen als den Mord an Zivilisten auf dem Höhepunkt des Neujahrsfestes.»

Washington: Die US-Regierung sprach von einer Gräueltat. «Wir bekräftigen die Unterstützung der USA für die Türkei, unserem NATO-Verbündeten, in unserer gemeinsamen Entschlossenheit, alle Arten von Terrorismus zu bekämpfen und zu besiegen», erklärte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, Ned Price. Präsident Barack Obama bot den türkischen Behörden Hilfe an.

Jerusalem: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte: «Kanzlerin Merkel hat am Wochenende gesagt, was wir schon seit vielen Jahren sagen: Dass die grösste Bedrohung der globalen Zukunft der Terror des radikalen Islam ist.» Der Anschlag in Istanbul beweise dies erneut.

Brüssel: Die EU-Aussenbeauftragte Frederica Mogherini schrieb auf Twitter: «2017 startet mit einem Angriff in Istanbul. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen. Wir arbeiten weiter daran, solche Tragödien zu verhindern.»

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg erklärte, seine Gedanken seien bei denjenigen, die vom Angriff betroffen seien und beim türkischen Volk.

Berlin: Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel kondolierte dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Sie sagte: «Wieder haben Terroristen in Ihrem Land zugeschlagen. In Istanbul haben sie einen menschenverachtenden, hinterhältigen Anschlag auf Menschen verübt, die gemeinsam den Jahreswechsel feiern wollten. Ich verurteile diesen Anschlag und übermittele Ihnen mein Beileid.»

Paris: Frankreichs Aussenminister Jean-Marc Ayrault verurteilte die «feige und niederträchtige Attacke».

Bern: Der Schweizer Aussenminister Didier Burkhalter hat seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu seine Betroffenheit ausgedrückt.

New York: Der UNO-Sicherheitsrat hat den Anschlag in Istanbul ebenfalls verurteilt. Es handle sich um einen «abscheulichen und barbarischen Terrorangriff», teilte der Sicherheitsrat mit. Terrorismus sei eine der grössten Gefahren für den Frieden und die Sicherheit weltweit.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    Komisch, da gibt sich die Welt "entsetzt" wegen des haesslichen Anschlags, derweil das Morden des Diktators am eigenen Volk, die Massenunterdrueckung und Terrorisierung des ganzen Landes von eben derselben Welt goutiert wird... wirklich komisch!!!!
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    1. Antwort von Manuela Fitzi (Mano)
      Ich frage mich wirklich, wie solche Kommentare durchkommen und meine - mit ähnlichem Inhalt, doch anders formuliert - nicht. Ergänzung zu Ihnen: In der Türkei passieren jährlich mehrere Anschläge diversen, doch klar eingrenzbaren Anspruchsgruppen. Die Verflechtung des E-Regimes mit dem IS gehört ja auch zum Allgemeinwissen. Doch die Welt tut entsetzt. Wohl wegen den vielen ausl. Touristen einerseits, wegen der Angst um den Flüchtlingsdeal andererseits. Wirklich komisch...
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  • Kommentar von Bernhard Bizer (Avidya)
    Trotz der massiven Sicherheitsvorkehrungen um das Lokal, hat es der Täter geschafft sein Vorhaben in die Tat umzusetzen. Danach konnte er unerkannt entfliehen. Womöglich über den Wasserweg? Die türkische Polizei fahndet bisher ergebnislos. Ich glaube dass die Polizei hier im Vorfeld und nach dem Anschlag versagt hat. Die türkische Regierung ist nicht in der Lage die Terrorbekämpfung im eigenen Land zu organisieren, denn sie schliesst die Kräfte der Opposition aus.
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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Beileidsbekundungen in Serie und Massen wirken auf mich weitgehend nur noch geheuchelt. Tagtäglich berichten die Medien vom Geschehen auf der Welt und tagtäglich sollten im Anschluss an praktisch jede Tagesschau Mitleids-& Beileids-Bekundungen ausgesprochen werden, nicht nur exclusive bei Terroranschlägen, sondern auch beim "Kriegführen". Und da sind einige der oben erwähnten ja bekanntlich an vorderster Front mit dabei.
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    1. Antwort von Niklaus Bächler (Brücken- statt Mauerbau!)
      Und was tun sie? Sie kritisieren alles und jeden, selbst aus dem fernen Thailand, in welchen die Militärs mit harter Hand regieren.Ist das,was sie tun nicht auch geheuchelt, einfach auf eine andere Art, wie der Obstruktion?
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    2. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Herr Bächler Sie glauben Thailand zu kennen und kennen es trotzdem nicht. Sie kennen offensichtlich nicht mal die Asiaten und deren speziellen Eigenheiten. PS: Man darf zB. in Asien nie einfach nur "Nein" sagen, man muss es sehr viel subtiler machen. Ich kann Ihnen da sehr viele "Müsterchen" aufzeigen, wie man sich hier zu verhalten hat. - Sie Herr Bächler würden hier voll auf die Nase fallen und nicht mal begreifen, was Sie da grundfalsch gemacht haben.
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