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International Wenn der Brenner zum Nadelöhr neuer Flüchtlingsströme wird

Österreich und Italien bekräftigen ihren guten Willen. Die Brenner-Route zwischen dem Alpenland und Italien soll ohne Einschränkung passierbar bleiben. Für den Fall, dass die Autobahn zum Ersatzweg für die Balkan-Route werden sollte, kündigt Österreich rigorose Kontrollen an.

Legende: Video Schwierige Grenzkontrolle zwischen Italien und Österreich abspielen. Laufzeit 1:37 Minuten.
Aus Tagesschau vom 08.04.2016.

Österreich will in der Flüchtlingskrise versuchen, Grenzkontrollen am Brenner zu vermeiden. Dennoch verschweigt das Alpenland laut einer Meldung des ORF seine Bedenken nicht.

Reisefreiheit aufrecht erhalten, aber...

Bis vor wenigen Wochen war die Balkanroute über Griechenland der wichtigste Fluchtweg nach Europa. Nun wird in Wien befürchtet, dass Flüchtlinge vermehrt über Italien nach Österreich einreisen könnten. Um diesen Fall zu besprechen, weilte die österreichische Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) in Rom.

«Wir werden alles tun, um die Reisefreiheit über den Brenner sicherzustellen. Aber dazu sind Schritte notwendig», sagte sie im ORF. Schritte, die sie mit ihrem italienischen Amtskollegen Angelino Alfano besprochen hat.

Italien müsse laut Mikl-Leitner alle Flüchtlinge und Migranten in den Hotspots registrieren und versorgen. Sollte es trotzdem zu «unkontrollierten Migrationsströmen» kommen, müsse Österreich seine Grenzen – auch am Brenner – rigoros kontrollieren.

Mehr Kontrolle – mehr Austausch

Um dafür gewappnet zu sein, will Mikl-Leitner schon mal vorsorgen: «Wir werden das Grenzkontrollmanagement mit allen technischen Mitteln aufstocken», versprach sie. Überdies möchten die beiden Länder ihren Informationsaustausch im Kampf gegen Terrorismus und illegale Einwanderung intensivieren.

Die österreichischen und italienischen Generaldirektoren für die öffentliche Sicherheit sollen dabei wöchentlich umfassend Informationen austauschen, schreibt der ORF auf seiner Webseite. «Wir werden Italien jede relevante Information zukommen lassen», so die Ministerin. Italien sei auch darüber informiert worden, wie das Grenzmanagement «im schlimmsten Fall» funktionieren solle.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Alle Nachbarländer der CH oder A sind sichere Länder. Wer von dort in die CH oder A möchte, ist kein Flüchtling mehr. Und wer von dort trotzdem illegal in die CH oder nach A kommt, muss die CH und A auch umgehend wieder verlassen oder wird zwangsweise abgeschoben. Und dafür bedarf es auch keiner neuen Gesetze, sondern nur die konsequente Einhaltung der bereits vorhandenen Gesetze.
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    1. Antwort von robert mathis (veritas)
      Leider profitieren auch in der Schweiz Viele ihr gutes Geld mit dem Asylwesen (---).Es würde auch Mut brauchen Nein zu sagen und mehr mit dem Verstand und weniger dem Herzen die Dinge zu regeln was es nicht einfacher macht.Die Aktivisten und NGO`s sollten die Menschen vor Ort aufklären und dort ihre Flugblätter verteilen wäre sinnvoller.
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  • Kommentar von Edi Steinlin (rosi)
    Von den Oesterreichern könnten wir lernen, Grenzen schliessen, ZHäune bauen und elektronisch überwachen. Dazu müsste allerdings Sommeruga zurücktreten, was sie nicht macht.
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  • Kommentar von Klaus Waldeck (kdwbz)
    Man kann, wenn man den will. Sowie die Balkanroute dichtgemacht wurde kann man auch andere Routen schliessen. Nur in der EU fehlt eine "Yes we can ..." - Mentalität.
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