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Grenze USA-Mexiko Wer ist der beste Mauerbauer?

Interessierte Firmen sind aufgerufen, Konzepte oder Prototypen für das Design und den Bau der Mauer einzureichen.

Ein junge spricht durch einen hohen Zaun
Legende: Ein Junge spricht zu Verwandten durch das Gitter, das in Tijuana Mexiko und die USA trennt. Reuters/archiv

Der Zeitplan für die Mauer

  • Bis zum 10. März sollen Unternehmen Prototypen der Grenzbefestigung einreichen
  • Bis zum 20. März sollen die besten Ideen ausgewählt werden
  • Die ersten Aufträge könnten bereits im April vergeben werden

Der Bau einer Mauer entlang der Grenze zwischen den USA und Mexiko nimmt konkrete Züge an. Die US-Grenzschutzbehörde erklärte, ab Anfang März würden erste Vorschläge eingeholt, wie eine derartige Grenzbefestigung aussehen könnte. Aufträge basierend auf den besten Ideen sollen bereits im April vergeben werden.

Kosten fast doppelt so hoch

Die Kosten für die Befestigungsanlage waren in einem internen Bericht des Heimatschutzministeriums, der Reuters im Februar vorlag, auf bis zu 21,6 Milliarden Dollar geschätzt worden. Das ist deutlich mehr als die zwölf Milliarden Dollar, die US-Präsident Donald Trump im Wahlkampf genannt hatte.

Trump will das Nachbarland Mexiko für den Bau zahlen lassen. Das lehnt die Regierung in Mexiko-Stadt jedoch ab. Sein Land könne es sich leisten, auf Finanzhilfen aus den USA zu verzichten, sagte Mexikos Innenminister Miguel Angel Osorio Chong. Aussenminister Luis Videgaray drohte in einem Radiointerview zudem mit Vergeltung, sollten Strafzölle auf mexikanische Produkte erhoben werden.

Sika will ein Stück vom Kuchen

Der Schweizer Bauchemiekonzern hegt Hoffnungen auf den neuen US-Präsidenten, der ein riesiges Infrastrukturprogramm im Umfang von 137,5 Mrd. Dollar angekündigt hat. Auch bei einem Mauerbau wäre Sika wahrscheinlich dabei. «Wenn Trump die Mauer tatsächlich baut – in welcher Form auch immer – dann sind wir auch beteiligt», sagte Sika-Chef Jan Jenisch.

23 Kommentare

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  • Kommentar von Max Blatter (maxblatter)
    Wenn Sika tatsächlich eine Offerte einreichen will, sollte dies noch im Zeichen fasnächtlichen (Galgen-)Humors stehen! Mein Vorschlag: Das Anliegen Trumps ist doch, sich gegen Mexiko abzuschotten. Aber muss das denn gleich die USA als Ganzes umfassen? Für den Anfang reicht doch einfach eine undurchdringliche Mauer ums Weisse Haus! Wäre viel billiger; mit Sicherheit wäre dieser Vorschlag der kostengünstigste - und zudem weitaus besser geeignet "to make America great again"!
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  • Kommentar von Marcel Chauvet (xyzz)
    Die im Rubrum gestellt Frage ließe sie leicht beantworten, lebte Erich Honecker noch. Für Donald Trump ein unersetzlicher Verlust.
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    1. Antwort von Max Blatter (maxblatter)
      "Rubrum"? Das versteht Trump wohl nicht - ich auch nicht. Deshalb Zitat Wikipedia: "... die einem Schriftstück vorangestellte kurze Zusammenfassung seines Inhalts, im einfachsten Fall eine Betreffzeile." - Na ja - ein journalistischer Artikel ist für mich kein Schriftstück. Da gibt's also kein "Rubrum", dafür eine Schlagzeile und einen Lead. "Die im Rubrum gestellte Frage..." ach so: Gemeint ist also wohl die Schlagzeile.
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    2. Antwort von Marcel Chauvet (xyzz)
      @Max Blatter: Für mich ist alles was man lesen kann ein Schriftstück, muss nicht aus Papier sein, daher die Bezeichnung "Stück". Klopapier fällt allerdings im allgemeinen nicht darunter.
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Reagan rief vor 30 Jahren gegen Osten: "tear down this wall" Unterdessen hat vor der Westen zahlreiche Zäune gegen Süden gebaut. Gerade in letzter Zeit sprießen sie wie Pilze aus dem Boden. Seit 25 Jahren hat sich der Westen in manche Richtungen erweitert. Ziel war nicht die Befreiung von Menschen, sondern zu Rohstoffgebieten vorzustoßen (Osteuropa/RU bis Nahost/Afrika). Menschen im Süden, die wegen Ausbeutung von Land und Rohstoffen nach Norden fliehen, hält man mit hohen Zäunen fern.
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    1. Antwort von Ivo Muri (Ivo Muri)
      Trump sagte, als er TTIP kündigte: Ein Land ohne Grenzen ist keines. Die Massenarbeitslosigkeit in Europa und in den USA macht deutlich: Mit undemokratischen Wirtschaftstheorien können wir unsere Probleme nicht lösen. Bevor wir alles freizügig machen (Waren, Menschen, Kapital) muss jedes Land seinen Bürgern die wirtschaftliche Existenz sichern dürfen. Ich wünsche mir auch keine Mauern. Aber schon die Berliner Mauer wurde gemäss SRF gebaut "um das wirtschaftliche Ausbluten der DDR zu verhindern."
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    2. Antwort von Thomas Mann (Freidenkerin)
      Herr Muri, Trump hat TPP aufgekündigt, nicht TTIP. Zudem gibt's bei uns oder in Deutschland oder den USA keine Massenarbeislosigkeit. Es vergungern keine Menschen wie noch vor 200 oder sogar 100 Jahren. In den USA leben mehr Iren als in Irland. Sie sind vor Hunger und Perspektivlosigkeit geflüchtet. Und die Nachkommen dieser Wirtschaftsflüchtlinge fordern nun Zäune?
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    3. Antwort von Ivo Muri (Ivo Muri)
      @Freidenkerin Danke für die Berichtigung. Stimmt TTIP ist bei uns. Inhaltlich bleibe ich dabei. Sicher sind Sie mit mir einig, dass jeder Kontinent schon einmal seine eigene Bevölkerung nicht nur ernähren muss, sondern ihr auch ein existenzsicherndes Einkommen garantieren muss. Freihandel hat immer schon in der Geschichte zu den Verwerfungen geführt, die wir heute beklagen. Herr Markt und Frau Wirtschaft können uns nicht regieren. Sie kennen nur den Preis als Entscheidungskriterium.
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