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International Wer schoss MH17 ab?

Im Sommer 2014 stürzte die Passagiermaschine der Malaysia Airlines mit der Flugnummer MH17 über der Ostukraine ab. Der niederländische Sicherheitsrat sollte die Ursache klären. Heute nun wird der Abschlussbericht vorgelegt. Dass auch die Täter benannt werden, ist nicht zu erwarten.

Was beinhaltet der Bericht?

  • Untersuchungen der Flugdaten- und Stimmenrekorder sowie der Radar-Aufzeichnungen
  • Untersuchungen der Datenaufzeichnungen weiterer Fluginstrumente
  • Weitere Untersuchungen des Funkverkehrs der Flugverkehrskontrolle (Fluglotsengespräche)
  • Wetterbedingungen
  • Untersuchung von Wrackteilen, soweit sie geborgen werden konnten, und eventueller Fremdobjekte
  • Ergebnisse der pathologischen Untersuchungen
  • Untersuchung, wie das Flugzeug genau auseinanderbrach
  • Umgang der Fluglinie mit Sicherheitsrisiken beim Überfliegen einer Konfliktregion

Was wissen wir zum MH17-Absturz?

Unumstritten ist, dass die Passagiermaschine über dem Kriegsgebiet abgeschossen wurde. Der niederländische Sicherheitsrat schloss in seinem ersten Zwischenbericht zur Ursache im September 2014 technisches und menschliches Versagen sowie einen Terroranschlag aus. Sehr wahrscheinlich wurde die Maschine von einer Rakete des bodengestützten Luftabwehrsystems Buk getroffen.

Legende: Video MH17: Kein technisches oder menschliches Versagen abspielen. Laufzeit 03:29 Minuten.
Aus 10vor10 vom 09.09.2014.

Wer feuerte die Rakete ab?

Dies ist strittig. Die Ukraine erklärt, dass Russland das Buk-System in das Separatistengebiet geliefert und diese die Maschine abschossen hätten. Russland weist dies zurück und macht die Ukraine verantwortlich.

Gibt es Beweise für eine Schuld Russlands oder der Separatisten?

Das internationale strafrechtliche Ermittlerteam veröffentlichte Videos und abgehörte Telefongespräche der Separatisten. Die deuten darauf hin, dass diese über ein Buk-System verfügten und eine Rakete zum fraglichen Zeitpunkt abgefeuert hatten. Diese These stützen auch Berichte von unabhängigen Recherchezentren – unter anderem der Investigativplattform «Bellingcat» («MH17 - Herkunft der Separatisten-BUK», Link öffnet in einem neuen Fenster) rund um den Briten Eliot Higgins sowie des deutschen gemeinnützigen Recherchebüros «Correctiv» («Flug MH17 - Auf der Suche nach der Wahrheit», Link öffnet in einem neuen Fenster). Letzteres wurde für seine Reportage zu MH17 im Juli 2015 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet.

Legende: Video Hinweise auf pro-russische Separatisten abspielen. Laufzeit 04:09 Minuten.
Aus Tagesschau vom 18.07.2014.

Wie reagiert Moskau auf Vorwürfe?

Russland betont stets, im Grunde nicht in die Tragödie im Nachbarland verwickelt zu sein. Gleichwohl verfüge es über «wichtige Hinweise» zur Aufklärung. Allerdings entpuppten sich alle bisher zum Beweis vorgelegten Satellitenaufnahmen als Fälschungen.

Warum kommt der Abschlussbericht erst jetzt?

Zum einen waren neben den Niederlanden, der Ukraine und Russland auch Malaysia, Australien, Grossbritannien, die USA, Deutschland, Frankreich, Italien und Indonesien an den Ermittlungen beteiligt. Zum anderen wurden die Arbeiten der niederländischen Ermittler in den umkämpften Gebieten im Osten der Ukraine immer wieder behindert. Letztmalig Ende Juni 2015, als Vertreter der Volksrepublik Lugansk die Nachforschungen an Mobilfunksendeanlagen und Mobilfunknetzen verhinderten. Zudem ist es Vorschrift, dass der Bericht allen beteiligten Seiten für 60 Tage zur Kommentierung vorgelegt werden muss.

Wird Moskau den Abschlussbericht anerkennen?

Russland hat die internationalen Untersuchungen bisher stets als voreingenommen kritisiert. Moskau wird deshalb ebenfalls einen Bericht zur Absturzursache vorlegen.

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Legende: Gerechtigkeit für die Opfer fordern Angehörige seit langem. Doch eine Bestrafung der Täter erscheint ferner denn je. Keystone

Werden die Täter bestraft?

Russland hatte mit einem Veto im Weltsicherheitsrat die Errichtung eines UN-Tribunals zu MH17 verhindert und dies damit begründet, dass die Untersuchungen noch gar nicht abgeschlossen seien. Nun wollen die am meisten von der Katastrophe betroffenen Länder ein internationales Tribunal errichten. Allerdings ist offen, wie Moskau reagiert, wenn das Tribunal russische Verdächtigte vorlädt.

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27 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Es ist zu befürchten, dass dieser Bericht in 1. Linie die Daten in den Vordergrund stellt, die den Separatisten/RU schaden werden. Die Rolle der US-Agenten, die fast überall, wo sie auftauchen, ein Chaos anrichten und schöne Operationen kreieren, wird kaum berücksichtigt. Die US-Verantwortlichen sind berüchtigt, wenn es darum geht, aus Lügen und unbewiesenen Behauptungen Wahrheiten zu konstruieren, die sich im nachhinein als komplett falsch herausstellen. Die USA sind zu allem fähig, siehe Irak.
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    1. Antwort von Marcel Chauvet (xyzz)
      Nachdem Sie auch ständig Beweise anfordern, wenn es um die Untaten RUS Putin geht, dann sollten Sie doch bitte gefälligst auch mal für Ihre dreisten Unterstellungen, wonach "US-Agenten, die fast überall wo sie auftauchen, ein Chaos anrichten" diese Malaise verursacht haben und "aus Lügen und und unbewiesenen Behauptungen Wahrheiten konstruieren"' hieb und stichfeste Beweise. Haben Sie diese US-Agenten gesehen oder leiten Sie Ihre Behauptungen lediglich aus Quellen der russischen Propaganda her?
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  • Kommentar von Nonov Urbiz (Nachtvogel)
    "Allerdings entpuppten sich alle bisher zum Beweis vorgelegten Satellitenaufnahmen als Fälschungen." Eine solch brisante Aussage ist ohne Beweise und Quellenangabe nichts wert. Da fragt man sich wirklich wie Medien heutzutage arbeiten...
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  • Kommentar von Kim Hansson (Freddy Tobler)
    infotipp auf YouTube "Die MH17 Falle - Wolfgang Eggert bei compact live"
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    1. Antwort von Ursula Schüpbach (Artio)
      Ist der Tipp denn auch garantiert NWO-frei? Sonst habe ich keine Lust darauf.
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