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International Wieder Demonstrationen gegen Thailands Regierung

In der Hauptstadt Bangkok haben sich zehntausende Oppositionelle zu einer weiteren Grossdemonstration gegen Regierungschefin Yingluck Shinawatra versammelt.

Legende: Video Zehntausende fordern Rücktritt von Thailands Regierung abspielen. Laufzeit 1:01 Minuten.
Aus Tagesschau vom 22.12.2013.

Während sich in Bangkok Tausende vor der Wohnung der Regierungschefin Yingluck Shinawatra versammelten, hielt sich Yingluck selbst im Nordosten des Landes auf. Dort hat sie die meisten Unterstützer.

Die Demonstranten in Bangkok schwenkten thailändische Flaggen und riefen «Yingluck raus!» Unbewaffnete Polizisten verbarrikadierten den Zugang zu Yinglucks Wohnsitz. An der Demonstration beteiligten sich nach Angaben des Zentrums für die Verwaltung von Frieden und Ordnung mindestens 50'000 Menschen.

Opposition will Boykott

Das Ringen um die Macht in Bangkok hält seit Wochen an. Yingluck verkündete vor zwei Wochen die Auflösung des Parlaments und setzte Neuwahlen an. Diese sollen am 2. Februar stattfinden. Yingluck vermochte ihre Gegner damit aber nicht zu besänftigen.

Menschenmenge mit thailändischen Flaggen.
Legende: Zehntausende Oppositionelle demonstrieren in Thailand gegen die Regierung. Keystone

Thailands wichtigste Oppositionspartei will die Wahl boykottieren. Dies kündigte der Chef der Demokratischen Partei (DP) und frühere Regierungschef, Abhisit Vejjajiva, am Samstag in Bangkok an.

Die entsprechende Entscheidung sei bei einem Treffen von Mitgliedern der Parteiführung und bisherigen DP-Abgeordneten getroffen worden. Die Abgeordneten hatten ihre Mandate vor knapp zwei Wochen geschlossen niedergelegt. Seine Partei sei der Meinung, dass die Wahl die Probleme des Landes nicht lösen könne, sagte der DP-Chef.

«Volksrat» als Regierung

Als eigentlicher Strippenzieher in Thailand gilt Yinglucks 2006 vom Militär entmachteter Bruder Thaksin Shinawatra, der seit Jahren im Exil lebt und seine Schwester einst als seinen «Klon» bezeichnet hatte. Thaksins Gegner wollen Yingluck stürzen und einen nicht gewählten «Volksrat» an die Stelle der Regierung setzen. Wahlen lehnen sie ab, weil sie sich keine Chancen für eine Mehrheit ausrechnen.

Die Proteste hatten sich Ende Oktober an einem von der Regierung befürworteten Amnestiegesetz entzündet, das Thaksin wohl eine Rückkehr aus dem Exil erlaubt hätte. Er war nach seiner Entmachtung wegen Korruption verurteilt worden.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    Die einzige Lösung sind Neuwahlen. ob es nun vielen Leuten in der Hauptstadt passt oder nicht und zwar überwacht von der UNO auf der Basis One Man - one vote. Alles Andere ist undemokratisch und teilt das Land nur weiter. Ich habe es 1 zu 1 in Argentinien erfahren, mit alle bitteren Konsequenzen welche die "Wahlsiege" der Peronisten dem Lande beschehrten und bis heute tun. Aber es hat jedes Land die Regierung, welche es verdient.
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  • Kommentar von Urs Keller, Binningen
    Albert Planta, Chur, da sind wir nun wirklich gleicher Meinung. Thaxin und sein Clan spaltet das Land , mit seiner Korruption und Manipulation.
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  • Kommentar von Andreas Wendel, Speicher
    Mindestens 50'000? Eine derartige Menschenansammlung habe ich noch nie gesehen. Alle Hauptwege der Stadt waren besetzt von Demonstranten. Taxis lehnten Distinationen in der Innenstadt ab. Mofas und Füsse waren die einzig möglichen Fortbewegungsmittel, ausser den Flussbooten. Von der Altstadt bis zum zu Victory Monument, nur Menschen mit Thaifahnen und gelben Accessoires. Friedlich, fröhlich, ernsthaft, fordernd. Ein Volk, das friedlich kämpft.
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    1. Antwort von Urs Keller, Binningen
      Nun tatsächlich, man rechnet dass es einer Million Demostranten waren, die in einer friedlichen Demonstration in ganz Bangkok mit Pfeifen und Thai Flaggen gegen die Korruption und den Thaxin Clan ihrer Meinung kundgetan haben. Man will dem Thaxin Clan die Flügel stutzen, denn er hat viel Unfriede mit seiner Machtgier und dem vielen Geld in Thailand gesäht und das Volk ist der Meinung dass er seine Strafe wie jeder andere verbüssen soll.
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