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Trump lässt nicht locker «Wir kommen wieder»

Legende: Video Trumpcare muss reanimiert werden abspielen. Laufzeit 01:23 Minuten.
Aus Tagesschau vom 18.07.2017.
  • Nach der erneuten Schlappe der Gesundheitsreform Trumpcare kündigt Trump einen neuen «grossartigen Plan» an.
  • Er möchte Obamacare als Ganzes aufheben und mit einem komplett neuen System ersetzen.
  • Für das jetzige Scheitern macht der US-Präsident die Demokraten und mehrere Republikaner im Kongress verantwortlich.
  • Die teilweise oder gänzliche Rücknahme von Obamacare ist eines der wichtigsten Wahlversprechen Trumps.

Trotz der erneuten Niederlage der US-Republikaner bei der Abschaffung der Gesundheitsreform Obamacare lässt Präsident Donald Trump nicht locker. «Wir kommen wieder», verkündete Trump auf Twitter. Er kündigte einen «grossartigen Plan zur Gesundheitsversorgung an und machte neben den Demokraten auch mehrere Parteikollegen für das Scheitern verantwortlich.

Tatsächlich standen sich seine Parteikollegen vor allem selbst im Wege und fuhren Trumps wichtigstes Projekt vor die Wand. In der Nacht zum Dienstag kündigten zwei weitere Senatoren ihren Widerstand gegen den Entwurf von Mehrheitsführer Mitch McConnell an, mit dem die Gesundheitsreform von Barack Obama eingestampft werden sollte. Damit gab es für das Projekt endgültig zu wenig Stimmen.

Ein kompletter Neuanfang

McConnell kündigte nun eine Abstimmung über eine komplette Aufhebung von Obamacare für die kommenden Tage an. Das Gesetz solle mit einer Verzögerung von zwei Jahren greifen, um bis dahin einen vollständig neuen Ansatz entwerfen zu können.

Damit folgt der Senator einer Forderung Trumps. Dieser sprach von einem kompletten Neuanfang – und sagte voraus, dass sich die Demokraten daran beteiligen würden. Die Demokraten haben bislang geschlossen alle Rückbauversuche der Republikaner abgelehnt.

Die teilweise oder gänzliche Rücknahme von Obamacare ist eines der wichtigsten Wahlversprechen Trumps. Auch führende Republikaner wettern seit sieben Jahren gegen die Reform des Demokraten Obama, die sie als unbezahlbar und als einen zu grossen Eingriff des Staates in die Privatwirtschaft ablehnen.

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
    Interpretiere ich das richtig: Zuerst sicher aufheben per 2019 und bis dahin vielleicht eine Alternative erarbeiten? - Deutlicher kann man einen Backstage-Eingang nun wirklich nicht mehr anschreiben. Ich glaube, der Hobbydirigent hat noch nicht begriffen, dass er es mit Profimusikern zu tun hat.
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Trump kommt leider sehr oft mit grossem Stuss. Er überlegt kurz und gibt dann seine Ergüsse zum besten. Über Konsequenzen im sozialen Bereich seiner Landsleute, besonders schlechter bemittelten, denkt er grundsätzlich nicht nach, scheint es. Das käme ihm gar nicht in den Sinn. Da müssen selbst Parteimitglieder der Reps korrigierend eingreifen.
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    1. Antwort von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
      Trump ist jemand, der die Seite der Minderbemittelten nicht kennt, sich aber auf die Fahne schreibt, für diese Leute zu politisieren. Dass man diesen Widerspruch im In- und Ausland nicht erkennen will, lässt mich kopfschüttelnd zurück.
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  • Kommentar von Toni Koller (Tonik)
    Dem Trump geht es nicht besser als seinerzeit Obama: Er verspricht Dinge, die er dann nicht halten kann - weil die Kongressmehrheit dagegen ist. Mit dem Unterschied, dass Barack Obama an der republikanischen Mehrheit scheiterte - Trump hingegen scheitert nicht nur an den Demokraten (sie sind die Minderheit), sondern an Teilen seiner eigenen Partei. Kein gutes Arbeitszeugnis für den Boss. Zum Glück immerhin - denn zur Zivilisation gehört eine solidarische, obligatorische Krankenversicherung.
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