«Zankapfel Solarmodule» erreicht höchste Polit-Ebene

Chinas Billig-Solarmodule haben beinahe zum Handelskrieg mit der EU geführt. Nun reden die Parteien wieder miteinander.

Zwischen der EU und China lodert seit längerem ein Streit über Tiefstpreise für chinesische Solarmodul-Importe. Vor zwei Wochen verhängte die EU Strafzölle auf die Produkte und erzürnte damit die Volksrepublik. Nun reden Brüssel und Peking wieder miteinander. Der eskalierte Handelskonflikt soll friedlich beigelegt werden.

Nächste Etappe: Treffen in Peking

EU-Handelskommissar Karel De Gucht werde am Freitag nach Peking reisen, um mit dem chinesischen Handelsminister im Rahmen des jährlich tagenden «Gemeinsamen Ausschusses» für Handelsfragen zusammenzukommen. Am Rande des Ausschusses dürfte der Solarstreit zur Sprache kommen, wie De Guchts Sprecher mitteilte.

Chinesische Arbeiter vor einem Solarmodul Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Billig-Solarmodule der Wachstumslokomotive China haben Sorgenkind EU in Bedrängnis gebracht. Keystone

Die EU hatte Anfang Monat Strafzölle auf die Solarmodule verhängt. Peking gab daraufhin Dumping-Ermittlungen gegen europäische Weine bekannt. Die Strafzölle sind auch innerhalb der EU umstritten.

Die EU-Kommission wollte die notleidende europäische Solarbranche mit Schutzzöllen gegen unfaire Niedrigpreis-Praktiken der Konkurrenz aus China schützen.