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International Zwei Tote bei Unfall auf WM-Baustelle in Sao Paulo

Gut 200 Tage vor Beginn der Fussball-WM in Brasilien kommt es zu einem tragischen Unfall auf einer der Stadionbaustellen. Zwei Menschen sterben, als ein Kran umstürzt. Grosse Teile der Dachkonstruktion sind beschädigt.

Legende: Video Teile des Stadiondachs stürzten ein (unkommentiert) abspielen. Laufzeit 00:19 Minuten.
Aus News-Clip vom 27.11.2013.

Bei einem Unfall auf einer der WM-Baustellen in Brasilien sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Feuerwehr wurden zwei Bauarbeiter verletzt.

Der Unfall ereignete sich gegen Mittag (Ortszeit) in der Corinthians Arena, wo am 12. Juni 2014 das Eröffnungsspiel der Fussball-Weltmeisterschaft ausgetragen werden soll. Aus noch ungeklärter Ursache stürzte ein Kran um, der auf das Dach der Arena fiel. Grosse Teile der Dachkonstruktion wurden beschädigt, die Tribüne wurde durch herunterfallende Metallelemente in Mitleidenschaft gezogen. Unklar ist, ob die Schäden bis Juni wieder behoben werden können.

Unglück zur Mittagszeit

Zum Unglückszeitpunkt waren offenbar nicht viele Arbeiter auf der Baustelle – es war Mittagspause. «Anderenfalls hätte es noch mehr Todesopfer geben können», sagte ein Augenzeuge. Der Kran – er stand ausserhalb des Stadions – habe das letzte und mit 500 Tonnen Gewicht schwerste Dach-Modul gehoben, als der Kranausleger umkippte und auf die Osttribüne fiel.

Das Stadion, auch unter dem Namen Itaquerao bekannt, war nach zweieinhalb Jahren Bauzeit nahezu komplett fertig und hätte am 31. Dezember dem Fussball-Weltverband Fifa übergeben werden sollen. Für den 25. Januar, zum 460. Jahrestag der Stadt São Paulo, war im Heimstadion des Erstliga-Clubs Corinthians ein Einweihungsspiel zwischen Vereins-Mitarbeitern und Bauarbeitern geplant. Dazu wird es wohl nicht kommen.

In früheren Meldungen war von drei Toten die Rede gewesen. Die Behörden bestätigten diese Zahl aber nicht.

Zurich als Versicherer

Die Corinthians Arena ist eines von fünf brasilianischen Stadien, deren Bau die Zurich Group versichert. Über diese Geschäfte berichtete das Wirtschaftsmagazin «ECO» vor zwei Monaten.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Willi Bollhalder, Winterthur
    Ich würde es Sepp Blatter und der Fifa (und vielleicht noch den lokalen Profiteuren) wirklich von Herzen gönnen, wenn dieses Stadion bis zur Eröffnung NICHT fertig gestellt werden könnte. Denn vielleicht braucht es ein solches Unglück um zu zeigen, welchen Irrsinn die Fifa mit diesen Anlässen betreibt, wie unnötig und nicht nachhaltig diese Veranstaltungen sind, und dass "weniger auch mehr ist". Aber dann würde ja nicht mehr genug Geld fliessen, und davon kann die Fifa ja nie genug bekommen.
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  • Kommentar von Daniel Schoene-Zuercher, Curitiba
    In Brasilien ist die Situation insgesamt äusserst prekär, was die Menschenrechte anbelangt. Dass die Arbeiter unterbezahlt sind und hohen Risiken ausgesetzt werden, ist eine Seite. Von den schätzungsweise 150'000 zwangsumgesiedelten Menschen hört man wenig bis gar nichts (vgl. Böll-Stiftung Rio). Hier spricht man derweil von der "Copa das lagrimas". Das "fröhliche Fussballfest" wird einmal mehr nur zuhause im TV stattfinden.
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