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Mehr freie Stellen «Die Rückmeldungen der Unternehmen sind mehrheitlich positiv»

Seit rund zwei Monaten gilt der «Inländervorrang light». Das bedeutet, dass gewisse Unternehmen ihre freien Stellen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) melden müssen. Das Ziel: Stellen sollen vermehrt mit Menschen aus der Schweiz besetzt werden und weniger aus dem Ausland.

Zuständig für die Umsetzung dieser Stellenmeldepflicht sind die RAVs. Ueli Häcki ist im Kanton St. Gallen Koordinator für die RAVs.

Ueli Häcki

RAV-Koordinator

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Ueli Häcki koordiniert die sechs Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) im Kanton St. Gallen, damit dort die Arbeitsabläufe einheitlich sind und Arbeitssuchenden sowie Arbeitgeber jeweils von denselben Angeboten profitieren können.

SRF: Nach rund zwei Monaten «Inländervorrang light» – sind Sie zufrieden mit den ersten Erfahrungen?

Ueli Häcki: Grundsätzlich sind die ersten Erfahrungen sehr positiv. Detailfragen müssen aber noch geklärt werden, damit wir sagen können, dass wir einheitlich unterwegs sind. Insbesondere die passenden Berufsbezeichnungen sind in der Praxis eine Herausforderung für die Mitarbeitenden und die Arbeitgeber.

Also die passende Bezeichnung für eine Stelle zu finden?

Grundsätzlich ist die Bezeichnung entscheidend, ob eine Stelle meldepflichtig ist oder nicht. Da gibt es in der Praxis aber Doppelfunktionen oder unterschiedliche Bezeichnungen. Das führt dann zu einer uneinheitlichen Praxis.

Im Vorfeld hatten die Unternehmen Angst vor viel bürokratischem Aufwand und wenig Nutzen. Wie waren die ersten Reaktionen?

Die Rückmeldungen der Unternehmen sind mehrheitlich positiv. Tatsache ist auch, dass sich die Arbeitgeber oft schon vor der Einführung der Stellenmeldepflicht aktiv informiert haben.

Konnten Sie schon Stellen vermitteln aufgrund der Stellenmeldepflicht?

Wir stellen fest, dass wir mit Hilfe der Stellenmeldepflicht erfolgreich Stellen besetzen können. Wir können das noch nicht mit Zahlen verifizieren, aber wir stellen fest, dass die Unternehmen interessiert sind, Stellensuchende von uns, den RAVs, einzustellen.

Haben sie mehr offene Stellen?

Die Anzahl offener Stellen hat deutlich zugenommen.

In welchen Branchen sind die Auswirkungen am grössten?

Uns werden im Zusammenhang mit der Meldepflicht am meisten Stellen gemeldet in den Berufarten Bauarbeiter, Produktionsmitarbeiter/Betriebsmitarbeiter, aber auch im Bereich Küchenpersonal/Koch oder Servicepersonal. Entsprechend können wir in diesen Berufen am ehesten Leute vermitteln

Das Gespräch führte Annina Mathis.

Audio
Ueli Häcki im Gespräch
aus Regionaljournal Ostschweiz vom 14.09.2018. Bild: SRF / Annina Mathis
abspielen. Laufzeit 4 Minuten 55 Sekunden.

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