«Quitter», was so viel bedeutet wie Feigling oder Drückeberger, so heisst das neue Album der Band Moes Anthill des Urners Mario «Moe» Schelbert. «Quitter» könnte aber auch einer sein, der aussteigt, nicht mehr mitzieht. Der Titelsong des Albums handelt von einem Musiker, dem sein Publikum abhandenkommt. Der sich neu definieren muss.
Ein Feigling ist er sicher nicht, der 33-jährige Urner Mario Schelbert. Der ausgebildete klassische Gitarrist sucht mit seiner Band auch nicht den Abgang durch die Hintertür. Im Gegenteil: Mario Schelbert hofft, dass mit der Mischung von Elementen aus Americana und Bluegrass, durchwirkt von einer gehörigen Portion Pop und Indie-Folk, eine Musik entsteht, die zeitlos ist und trotzdem den Zeitgeist trifft.
Dass er die Inspiration jenseits des Atlantiks hole, könne er sich auch nicht so genau erklären, sagt Schelbert.
Da war nirgends ein Bob Dylan oder ein Tom Waits, der auf mich gewartet hat. Ich weiss auch nicht, warum mich Amerika musikalisch so fasziniert.
Moes Anthill sind eine Band, die sich auch visuell einen eigenen Stil haben - mit ästhetisch und stilistisch karg gehaltenen Videoclips, in denen sie oft mit archetypischen Figuren und Bildern arbeiten.
SRF 1, Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr