Den Plänen zufolge wird zunächst die Gesundheit der Rinder in den Bezirken Bludenz und Feldkirch geprüft, da das Ansteckungsrisiko dort am grössten ist. Ein besonderes Augenmerk lege man auch auf die Grenzregionen mit Viehaustausch, sagte Greber. Die Kosten von 550'000 Euro würden vom Bund abgedeckt.
Vorarlberg hat in den vergangenen Jahren nach Rinder-Tuberkulose-Fällen zahlreiche Massnahmen zur Eindämmung der Tierseuche ergriffen. Da die Krankheit von Rotwild auf die Rinder übertragen wird, sollen heuer allein im Klostertal und im Silbertal 1000 Wild-Tiere geschossen werden.
Auch Schweizer Tiere betroffen
2013 waren auch im Kanton St. Gallen Fälle von Rinder-Tuberkulose entdeckt worden. Es waren Tiere, die den Sommer auf Alpen in Vorarlberg verbracht und sich dort angesteckt hatten.
Die Behörden versuchten, die Ausbreitung der Krankheit in der Ostschweiz mit verschiedenen Massnahmen zu stoppen. Sie erhöhten vor allem die Hürden für die Bauern, die teilweise seit Generationen ihr Vieh über die Grenze auf die Alpen in Vorarlberg geschickt hatten.
Die Vorschriften zeigten Wirkung: Diesen Sommer sind aus dem Kanton St. Gallen nur noch 150 Tieren nach Vorarlberg geschickt worden. Sonst waren es jeweils um die 900 Rinder gewesen.