Die finanzielle Situation von Arbon sei «kritisch», heisst es in der Mitteilung der Stadt. Der Stadtrat hat deshalb eine Aufgaben- und Leistungsüberprüfung durchgeführt und 30 Massnahmen beschlossen, die bis 2020 umgesetzt werden sollen.
Mit den Sparmassnahmen sollen 2,1 Millionen Franken (rund 350'000 Franken pro Jahr) eingespart werden. Betroffen sind ganz unterschiedliche Bereiche. Hier drei Beispiele:
- Die städtischen Restaurationsbetriebe sollen mehr Geld abwerfen. Die Stadt will deshalb ein Gastronomiekonzept ausarbeiten. Noch in diesem Jahr will die Stadt ausserdem beginnen, ein Nutzungskonzept für das Schloss Arbon auszuarbeiten.
- In mehreren Bereichen der Stadtverwaltung sollen zusätzliche Aufgaben mit den bestehenden Mitteln übernommen werden. Von dieser Sparmassnahme betroffen ist unter anderem der Werkhof. Durch neu entstandene Parkanlagen müssen grössere Flächen bewirtschaftet werden als zuvor.
- Das Gebührenreglement und die entsprechende Tarifordnung werden überprüft. So sollen Leistungen künftig kostendeckend angeboten werden.
Zu den Gebühren sagt Stadtammann Andreas Balg: «Wir sind unterdurchschnittlich und haben noch Potenzial, die Gebühren nach oben zu korrigieren.» Ein Beispiel sei die Abfallbeseitigung.
Damit das Sparpaket baldmöglichst Wirkung zeigt, sind die Massnahmen in die Prioritätsstufen 1 bis 3 eingestuft worden. Nach Möglichkeit fliessen die Massnahmen bereits in den Voranschlag 2015 ein. Über diesen entscheidet letztlich das Arboner Stimmvolk.