Es passiert kurz vor Weihnachten in Buchs. Bei der Einvernahme eines Schlägers droht dieser dem Beamten, er solle sich diese Nacht merken, denn sie sei sein Todesurteil. Alltag bei der Polizei, doch solche Situationen würden zunehmen, sagt der Mediensprecher der Kantonspolizei, Hanspeter Krüsi.
Im Kanton Thurgau ist zwar die Gewalt gegen Beamte seit Jahren konstant, aber die Zahl der Beleidigungen und Beschimpfungen habe zugenommen, sagt der Thurgauer Mediensprecher Andy Theler. Das sei aus seiner Sicht der Ausdruck einer gesamtgesellschaftlichen Entwicklung. Der Respekt im Umgang mit anderen habe abgenommen, im Besonderen der Respekt im Umgang mit der Polizei.
Auch andere Behörden betroffen
Nicht nur die Polizei ist betroffen. Auch der stellvertretende Leiter der Sozialen Dienste in Chur, Patrik Degiacomi stellt fest, dass die Hemmschwelle sinke, Drohungen auszusprechen. Das sei aber immer ein Ausdruck einer ausweglosen Situation und die Behörden seien in solchen Fällen gefordert, sich zu fragen: Was kann man tun, damit diese Person wieder einen Ausweg sieht? Das werde viel mehr als früher gemacht, weil eine höhere Sensibilität dafür vorhanden sei, so Patrick Degiacomi.