Im Frühjahr 2010 wurden erstmals Bartgeier in den Schweizer Alpen ausgewildert, nachdem sie vor rund hundert Jahren ausgerottet wurden. «Heute geht es den Bartgeiern gut», sagt der Wildtierbiologe Daniel Hegglin von der Stiftung Pro Bartgeier.
Doch die genetische Basis sei noch schwach. Das bedeutet, dass es noch zu wenig Tiere gibt mit unterschiedlichem Erbgut. Deshalb wurden am Sonntag in der Zentralschweiz drei weitere Jungtiere ausgewildert.
Die Vögel stammen aus der österreichischen Eulen- und Greifvogelstation Haringsee, dem katalanischen Zuchtzentrum Vallcalent in Spanien und dem Natur- und Tierpark Goldau. Möglicherweise werden sich diese Tiere mit den Ostschweizer Bartgeiern paaren; das Einzugsgebiet der Vögel sei gross, so Hegglin.