Im Appenzellerland gibt es «schöne Chläus», «wüeschti Chläus» und «schön-wüeschti Chläus». Christian Alder und sein Dörfli-Schuppel sind «wüeschti Chläus». Für den 40-jährigen Ausserrhoder ist das «Chlausen» ein emotionaler Anlass: «Ich habe immer Tränen in den Augen, wenn ich den Menschen ein gutes neues Jahr wünsche. Vor allem, wenn die Familie im vergangenen Jahr einen Menschen verloren hat», sagt der Familienvater.
-
Bild 1 von 9. Beim Zmorgen stimmen sich die Chläuse mit einem Zäuerli auf den alten Silvester ein. Bildquelle: SRF.
-
Bild 2 von 9. Beim Anziehen sind Silvesterchläuse auf Hilfe angewiesen. Bildquelle: SRF.
-
Bild 3 von 9. Kostüme aus Naturmaterialien und die Maske mit einem toten Fuchs verziert: So sehen wüeschti Chäus aus. Bildquelle: SRF.
-
Bild 4 von 9. Die «wüeschte Chläus» vom «Dörfli-Schuppel» sind in Urnäsch unterwegs. Bildquelle: SRF.
-
Bild 5 von 9. Der «Rolli» geht dem Schuppel stets voran. Bildquelle: SRF.
-
Bild 6 von 9. Mit ihren lauten Schellen sorgen die «Schelli» für viel Lärm. Bildquelle: SRF.
-
Bild 7 von 9. Christian Alder hat sich eine furchterregende Maske gebastelt. Bildquelle: SRF.
-
Bild 8 von 9. Christian Alder in seinem Groscht als wüeschter Chlaus - seinem Kostüm - in Urnäsch. Bildquelle: SRF.
-
Bild 9 von 9. Christian Alder zieht mit seiner Schelle zum nächsten Hof. Bildquelle: SRF.
Böse Geister vertreiben
Laut Überlieferungen vertrieben die «wüeschte Chläus» früher die bösen Geister aus Hof und Haus. Noch heute wünschen gewisse Bauern, dass die «Silvesterchläuse» durch den Stall gehen, um für das neue Jahr wieder alles in Ordnung zu bringen. «Es gibt viel weniger wüeschti Chläus als schöne Chläus. Deshalb ist es schön, dass wir vor zwei Jahren einen Schuppel auf die Beine stellen konnten», sagt Christian Alder.
SRF1, Regionaljournal Ostschweiz, 17:30 Uhr