Es gehe nicht um das Geld direkt, sondern um die Symbolwirkung, sagt Patrick Scheiwiler, Mitglied der Geschäftsleitung der Ärztegesellschaft St. Gallen. Sie fordern einen Franken pro Einwohner des Kantons St. Gallen, der Vorschlag der Regierung sind 40 Rappen pro Einwohner.
Das habe seinen Grund, sagt die zuständige Gesundheitsdirektorin Heidi Hanselmann. Sie sähen sehr wohl, was die Ärzte leisteten, aber «man muss die finanziellen Rahmenbedingungen, in denen wir stecken. Das Korsett ist sehr eng».
Vor allem eine Wertedebatte
Der Kanton glaubt also, sein Beitrag sei gross genug, die Ärztegesellschaft hingegen empfindet diesen als zu klein. Über allem steht vor allem eine Wertedebatte: wie viel ist wem der Notfalldienst wert.
Abschliessend entscheidet der Kantonsrat in der nächsten Budgetdebatte, womöglich bereits Ende November, über den finanziellen Beitrag.