58 Tonnen Zwiebeln in Berns Gassen

Zwiebelzöpfe und Zwiebelkränze prägen seit dem frühen Montagmorgen die Berner Altstadt. Auch in diesem Jahr lockte der traditionelle «Zibelemärit» schon in aller Frühe tausende von Besuchern an.

Zwiebeln und Blumen in Auslage liegend Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mit 58 Tonnen Zwiebeln konnte die Rekordmarke aus dem Jahr 2008 nicht geknackt werden. Keystone

Am diesjährigen «Zibelemärit» wurde die Marktzone in der Berner Innenstadt neu auf die Marktgasse ausgeweitet. 627 Stände aller Art stehen dem frühen Morgen in den Gassen der oberen Berner Altstadt. Die Verkäufe beginnen jeweils schon lange vor der offiziellen Markteröffnung um 6 Uhr. In der Nacht vor dem Traditionsanlass bauen Bauernfamilien aus dem Umland jeweils ihre Verkaufsstände für Zwiebeln und anderes Gemüse auf. Je nach Jahr bringen sie etwa 40 bis 60 Tonnen Zwiebeln an die Frau und den Mann. Dieses Jahr sind es 58 Tonnen, wie die Stadt Bern in einer Mitteilung schreibt.

Video ««Zibelemärit» in Bern» abspielen

Immer weniger wollen Zwiebelzöpfe flechten

1:15 min, aus Tagesschau am Mittag vom 26.11.2012

Sinneserfahrung in Berns Gassen

Der Gang durch die Stadt entlang den verschiedensten Ständen ist eine besondere Sinneserfahrung. In der Luft liegt Käseduft und der Geruch gebrannter Mandeln. Es riecht nach Zucker und Zimt, Glühwein und Apfelküchlein. Marktschreier preisen lauthals Gemüseraffeln, Putzlappen oder Mixer an. Aus kleinen Lautsprechern scheppern Schlager.

Der Rundgang ist auch ein Augenschmaus. Bären aus Tannzapfen, Igel aus Heu, bärtige Sennen, fröhliche Gesichter, kunstvolle Zwiebelzöpfe oder billiges Plastikspielzeug stehen überall bereit. Und wer müde  Füsse hat nach dem Marktrundgang, der kann sich beim Murmelisalbe-Produzent mit der richtigen Medizin ausrüsten. Anderas Schmid verarbeitet jedes Jahr rund 600 Murmeltiere zu 2,8 Tonnen Salbe.