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Aktenzeichen XY wird 50
Aus Tagesschau vom 20.10.2017.
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«Aktenzeichen XY ungelöst...» 50 Jahre Verbrecher-Jagd im TV

Tausende Kriminalfälle präsentierte «Aktenzeichen XY ungelöst...». Viele von ihnen konnte die Polizei mit Hilfe der Sendung lösen. Eine Erfolgsgeschichte, die schon ein halbes Jahrhundert läuft.

Mit ernster Miene erscheint Eduard Zimmermann auf dem Bildschirm, nüchtern begrüsst er die Zuschauer. «Den Bildschirm als aktives Element zur Verbrechensbekämpfung einzusetzen», sagt Eduard Zimmermann. «Das ist der Sinn der neuen Sendung.» Es ist der 20. Oktober 1967, der Sendestart von «Aktenzeichen XY ungelöst...».

Die Kriminalität wächst. Sie wächst dreimal so schnell wie unsere Bevölkerung.
Autor: Eduard ZimmermannModerator, 1967

Nach einem halben Jahr wird mit der Hilfe der Zuschauer der erste Mordfall aufgeklärt. Zwölf Stunden nach der Sendung kann die Polizei den Täter festnehmen.

Ganoven-Ede moderiert 30 Jahre

Kurz nach dem Start von «Aktenzeichen XY ungelöst...» beteiligt sich auch Österreich an der Sendung.

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Urs Winzenried, Ex-Kripochef: «Jedes Wort war vorgegeben.»
Aus News-Clip vom 18.10.2017.
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Ab der 13. Sendung (bis ins Jahr 2003) ist das Schweizer Fernsehen dabei. Eduard Zimmermann, genannt Ganoven-Ede, moderiert 30 Jahre.

«Aktenzeichen XY ungelöst...» wird zur jahrzehntelangen Jagd nach Mördern, Einbrechern und Bankräubern. Die in der Sendung präsentierten Fälle werden detailgetreu nachgespielt.

Hohe Aufklärungsrate

Mehr als 4500 ungelöste Verbrechen präsentiert die XY-Redaktion in 50 Jahren. Dank und mit Hilfe von «Aktenzeichen XY ungelöst...» können zwei von fünf Fällen gelöst.

Legende:
Statistik «Aktenzeichen XY ungelöst...» In der Sendung (1967-2017) präsentierte Kriminalfälle und der Anteil der aufgeklärten Fälle. Der Anteil der Dank und mit Hilfe der Sendung geklärten Fälle liegt bei knapp über 40 Prozent. Bei den Schweizer Fällen gar über 47 Prozent. ZDF

Behandelt werden nicht nur Fälle aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Aus ganz Europa melden sich Polizeibehörden bei den Sendungsmachern. 2013 treten etwa die Eltern des nach wie vor vermissten britischen Mädchens Madeleine McCann auf. Sogar zwei Fälle aus den USA kommen vor.

Die Sendung ist auch wichtig, um die Leute allgemein über das Verbrechen zu orientieren.
Autor: Urs WinzenriedEhemaliger Kripochef Kanton Aargau

Mehrmals in der Sendung ist Urs Winzenried, 35 Jahre lang Chef der Aargauer Kriminalpolizei. «Es ist eine wichtige Fahndungsmöglichkeit», sagt er. Wenn intern alle Möglichkeiten ausgeschöpft gewesen seien, habe sich die Polizei rasch bei der XY-Redaktion gemeldet.

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Urs Winzenried, Ex-Kripochef: «Die Bäume wurden gefärbt.»
Aus News-Clip vom 18.10.2017.
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Realität vs. Spannung

«Wir wollten möglichst realitätsbezogene Filme. Natürlich war uns aber auch klar, dass der Fernsehzuschauer auch Spannung braucht», sagt Winzenried.

Die Produktionsfirma habe jeweils grossen Aufwand betrieben, um den Fall genau nachzustellen. Habe das Drehbuch Sachen vorgesehen, die komplett unglaubwürdig waren, dann habe die Polizei sofort interveniert.

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