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Legende: Video Ein Bild mit umstrittener Geschichte abspielen. Laufzeit 02:21 Minuten.
Aus Tagesschau vom 12.04.2019.
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Amerikaner Moore ausgezeichnet Weltpresse-Foto 2019: Weinendes Flüchtlingskind an der US-Grenze

  • Das Foto eines weinenden Flüchtlingskindes an der Grenze der USA ist das Weltpresse-Foto des Jahres 2019.
  • US-Fotograf John Moore gewann damit den renommierten «World Press Photo»-Wettbewerb. Das gab die Jury am Donnerstagabend in Amsterdam bekannt.

Die Szene im US-Staat Texas hatte John Moore im Juni 2018 festgehalten: Eine junge Frau aus Honduras, die in den USA Asyl beantragen wollte, war gemeinsam mit ihrer kleinen Tochter an der Grenze aufgegriffen worden. Während das Mädchen weinte, wurde die Mutter durchsucht.

Jury gibt ihren Entscheid bekannt

«Überraschend und einzigartig»

Tausende von Kindern waren im Sommer 2018 von der Grenzpolizei von ihren Eltern getrennt und interniert worden. Nach heftigen, auch internationalen Protesten hatte US-Präsident Donald Trump die Praxis der Familientrennung von Flüchtlingen wieder aufgegeben.

Das Mädchen auf dem Foto war nach Angaben der US-Behörden nicht von seiner Mutter getrennt worden.

80'000 Fotos von 4700 Fotografen

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  • Die Jury hatte Preise in verschiedenen Kategorien vergeben. Eine Ausstellung aller ausgezeichneten Fotos wird in zahlreichen Ländern zu sehen sein.
  • Rund 4700 Fotografen hatten sich mit fast 80'000 Fotos an dem Wettbewerb beteiligt.
  • Der erste Preis für eine Foto-Serie ging an den Niederländer Pieter Ten Hoopen. Er hatte die rund 7000 Migranten aus Mittelamerika dokumentiert, die im Oktober 2018 in einer «Karawane» zur US-amerikanischen Grenze gezogen waren.

Die Vorsitzende des Wettbewerbs, Whitney C. Johnson, sprach von einem «überraschenden, einzigartigen und relevanten Foto.» Jury-Mitglied Alice Martins würdigte die Bildsprache: «Das Bild zeigt eine andere, psychologische Art der Gewalt.»

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Grossrieder  (View)
    Leidende Kinder sind immer traurig zu sehen. Speziel wenn man diese am Herd des Elendes photographiert; welcher in diesem Falle Zentralamerika waere. Das Bild an der US Grenze iund der Preis dafuer sind politisch hochgespielt und in keinem Zusammenhang mit dem eigentlichen Ursprung des Problemes. So gesehen, gibt es viele Bilder (Yemen usw); die Kinder zeigen denen es viel dreckiger geht und welche gar keine Kraft zum Weinen oder Eltern mehr haben; wuerde ich meinen.
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  • Kommentar von Toni Koller  (Tonik)
    Kinder weinen schnell und wegen allem Möglichen. Deshalb halte ich es für problematisch, für die Wiedergabe von Flüchtlingselend Kinderbilder zu verwenden. Man setzt sich damit allzu leicht dem Vorwurf der Manipulation aus. Bilder von Erwachsenen illustrieren die schwierige Lage
    von Geflüchteten weitaus glaubwürdiger (auch ohne den Jö-Effekt des weinenden Kindes).
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  • Kommentar von Karl Kirchhoff  (Charly)
    Für mich ist das ein berührendes Foto, stellvertretend für all die armen Kinder dieser Welt. Ich hoffe dieser kleine Mensch kann irgendwo ein zufriedenes Leben führen!
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    1. Antwort von Werner Christmann  (chrischi1)
      Dem kann ich mich anschliessen Herr Kirchhoff, auch wenn die Absicht des Fotografen wohl eine ganz andere war.
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    2. Antwort von Jean Piere Grano  (J.-P. Grano)
      Zu hoffen ist schon gut, aber nicht genug: Was tun wir in der Schweiz konkret, dass sich diese Hoffnung - auch in Bezug auf andere Menschen - erfüllt? Nur Taten helfen diesen Menschen, nicht das Hoffen aus der Ferne - so lange diese Menschen nichts von uns wollen.
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