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Panorama Besitzerin des Hitler-Geburtshauses wird enteignet

Das Geburtshaus von Adolf Hitler im österreichischen Braunau soll nicht länger in privatem Besitz sein. Die Regierung in Wien hat entschieden, die Besitzerin zu enteignen. Eine Option wäre, das Gebäude abzureissen. Denn das Haus soll nicht zu einer Pilgerstätte für Nazis verkommen.

Ein Haus mit gelblicher Fassade.
Legende: Das Geburtshaus von Adolf Hitler in Braunau. Keystone

Das Geburtshaus des Diktators Adolf Hitler (1889-1945) im österreichischen Braunau wird Staatsbesitz. Das hat die rot-schwarze Koalition in Wien beschlossen. Der Staat hatte sich mit der Besitzerin nicht auf eine Nutzung des seit Jahren leerstehenden Gebäudes einigen können. Die Frau soll nun entschädigt werden.

Österreichs Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) erklärte, er könne sich weiterhin einen Abriss als beste Lösung vorstellen. Es soll verhindert werden, dass das Haus zu einer Pilger- oder Gedenkstätte für Menschen mit nationalsozialistischem Gedankengut wird. Der Nationalrat will die Enteignung im September auch formal absegnen.

Eine Kommission will dann auch Vorschläge zur Zukunft des Hauses vorlegen. Hitler war in Braunau am 20. April 1889 geboren worden. 1892 zog die Familie nach Passau. Das Haus wurde mal als Wirtshaus, mal als Bibliothek oder als Schule genutzt. Bis 2011 war dort eine Behindertenwerkstatt untergebracht.

16 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Es wird zunehmend peinlich, und zur klassischen Lachnummer.
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  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    Lasst das Haus stehen, macht eine grosse Tafel daran: Hier wurde der Massenmoerder Hitler geboren.. Nenne das Genozid beim Namen und den Mord an Millionen Soldaten und Zivilisten auch.. und dann stehe auch Oesterreich zu seine MIT-Schuld.. als Nation, denn die mitschuldigen Menschen leben wohl Mehrheitlich nicht mehr
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  • Kommentar von Erwin Jenni (ej)
    Viel wichtiger, als ein altes Haus aus toten Mauern, wäre eine gründliche Aufarbeitung der NS Zeit in Österreich nach dem 2. WK gewesen. Die Themen „NS“ und „Holocaust“ blieben viele JZ ein Tabuthema in Österreich. Daran änderten auch die in regelmässigen Abständen stattfindenden Skandale und Affären nichts. Erst als Folge der Waldheim-Affäre und dem Jahr 1988 (Fünfzig Jahre „Anschluss“) wurde das Thema „NS in Österreich“ stärker thematisiert und erforscht! 40 Jahre tat man praktisch nichts!
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