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Blutsauger mit Krankheiten Tigermücke auf dem Vormarsch

Die Tigermücke, die potenziell Krankheiten übertragen kann, ist in der Schweiz angekommen.

Legende: Video Tigermücke auf dem Vormarsch abspielen. Laufzeit 05:17 Minuten.
Aus Puls vom 03.09.2018.

Sie ist hübsch, die Tigermücke – mit ihren schwarzen Beinen und den weissen Ringen. Sie ist etwas kleiner als die einheimische Mücke und kann Krankheiten übertragen wie Zika, Chikungunya oder Dengue. Obwohl sich diese invasive Mückenart im Kanton Tessin seit 2003 und im Kanton Basel-Stadt seit 2015 einnistet, ist hier in der Schweiz noch kein Krankheitsfall aufgetreten. Denn es müssen verschiedene Faktoren zusammenspielen.

Eine Tigermücke müsste hier in der Schweiz eine kranke Person stechen, die aus den Tropen mit einer dieser Infektionen zurückkommt. Natürlich gibt es solche Reiserückkehrer, jedoch die Viren im Mensch drin, sind selber nur über wenige Tage ansteckend. Die Tigermücke müsste genau dieses Zeitfenster erwischen.

Legende: Video Susanne Biebinger: «Es ist wichtig, stehendes Wasser zu beseitigen.» abspielen. Laufzeit 00:26 Minuten.
Aus Puls vom 03.09.2018.

Tigermücken-Population einschränken

Wiederum muss die selber Mücke genug lang leben, damit sich das Virus in ihr vermehren kann. Und dann müsst sie wieder eine Person stechen und so infizieren. Die Mückenpopulation alleine reicht nicht. Wenn es jedoch viele Mücken gibt und viele Reiserückkehrer, dann steigt das Risiko auch hier in der Schweiz für eine Tropenkrankheit.

Damit sich dieser Blutsauger hierzulande nicht ungehindert vermehren kann, wird ein Insektizid in den Abwasserkanal gestreut. Ausrotten ist nicht mehr möglich, so die Prognose von Susanne Biebinger, Sicherheitsinspektorin des kantonalen Labors Basel-Stadt. Aber je weniger Mücken, desto geringer das Risiko einer Krankheitsübertragung. Daher sind die Anwohner im betroffenen Gebiet aufgefordert, mitzuhelfen.

Legende: Video Pie Müller: «Der Trend wird sich fortsetzen.» abspielen. Laufzeit 00:30 Minuten.
Aus Puls vom 03.09.2018.

Knotenpunkt Tessin und Basel-Stadt

Das Tessin und der Kanton Basel-Stadt sind stärker von Tigermücken betroffen, als andere Kantone. Denn sie liegen an der Transitachse. Mückeneier der Tigermücke können Monate lang unbeschädigt von A nach B transportiert werden. Erst wenn sie mit Wasser in Kontakt kommen, fangen die Larven an zu wachsen und sich zu entwickeln.

Legende: Video Pie Müller: «Die asiatische Tigermücke wird als blinder Passagier verschleppt.» abspielen. Laufzeit 00:13 Minuten.
Aus Puls vom 03.09.2018.

Tigermücken kann man melden

Wer den Verdacht hat, eine Tigermücke gefunden zu haben, soll diese den zuständigen Stellen melden bzw. einschicken. Dazu die Mücke gut gepolstert mit Watte z.B. in eine Streichholzschachtel verpacken, Fundort und Zeitpunkt sowie ihre Kontaktadresse dazu notieren und an eine dieser Adressen einschicken.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Hermann Zumstein (Mänu49)
    Ich wohne im Südtessin. Heute, als ich wie alle Tage zu meinen Eseln ging wurde ich 5 mal von Tigermücken gestochen. 2 davon habe ich „in flagranti“ erschlagen.(deshalb konnte ich sie auch erkennen) Dort gibt es weder Blumenuntersätze noch Pfützen! Überall wird nun Gift in Senklöcher usw gespritzt. Wir haben einfach günstigere Temperturen für diese Viecher und damit müssen wir leben! Hört auf mit dieser Panik und fliegt weniger in der Welt herum, den von dort importiert Ihr die Krankheiten.
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  • Kommentar von Ivo Muri (Ivo Muri)
    Da freuen wir uns jetzt so richtig auf die Seidenstrasse. Die Kollateralschäden der unbegrenzt wachsenden Wirtschaft werden einfach konsequent aus den Betriebsrechnungen der Grosskonzerne ausgelagert.
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