Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Panorama Bonjour, Jacqueline de Quattro!

Sie hat Deutschschweizer Eltern, neben dem Schweizer auch einen italienischen Pass, und sie träumt und denkt auf Französisch. Fühlt sich Jacqueline de Quattro nun als Deutschschweizerin oder als Romande? «Ich fühle mich als Schweizerin», sagt die 53-jährige Waadtländer Regierungsrätin.

Elf Jahre alt war sie, als ihre Eltern vom Kanton Zürich in den Kanton Waadt zogen, und sie sprach kein Wort Französisch. Doch sie lernte schnell. Ihre Mundart hat sie zwar behalten, aber eine kindliche Mundart, meint sie. Denn ihr ganzes Leben spielt sich seit ihrem elften Lebensjahr auf Französisch ab: Schule, Studium, Arbeit.

«Ich ertrage keine Ungerechtigkeiten»

Eigentlich wollte die junge Jacqueline de Quattro Richterin werden. «Ich konnte schon als Kind Ungerechtigkeiten nicht ertragen,» begründet sie ihr damaliges Berufsziel. Sie studierte Jus und war eigentlich auf dem besten Weg Richterin zu werden. Doch da wurde im Kanton Waadt ein Regierungsratssitz frei und ihre Partei, und vor allem die Frauen der FDP, deren Präsidentin sie war, motivierten sie, sich für diesen Sitz zu bewerben.

«Das sind die einzigen Wädli, die ich habe»

Der Wahlkampf sei alles andere als ein Spaziergang gewesen, erinnert sich de Quattro. Es habe sie erstaunt, dass für viele die Farbe ihres Lippenstifts wichtiger gewesen sei als ihre politischen Überzeugungen.

Und als einmal ein Herr geschrieben habe, mit so dicken Beinen sollte sie keine Röcke tragen, da habe sie ihm geantwortet: «Das sind die einzigen Wädli, die ich habe, und ich trage Röcke, wenn es mir passt.» Ihre direkte offene Art trug ihr Kritik ein, aber 2007 wurde sie in den Regierungsrat gewählt und ist seither Vorsteherin des Departements für Sicherheit und Umwelt.

«Meine Aufgabe ist es, die Bevölkerung schützen»

Lausanne gilt als gefährlichste Stadt der Schweiz, und als Waadtländer Justizdirektorin hat sie vor allem den Drogendealern im Kanton den Kampf angesagt.

Mit so markigen Worten, dass sie der bekannte Karikaturist Raymond Burki als Putzwagen-Fahrerin darstellte, die Drogenhändler wegwischt und aufsaugt. Darüber kann Jacqueline de Quattro herzhaft lachen, sie hat ihm sogar das Original der Karikatur abgekauft.

Serie «Bonjour les Romands!»

8.–12.7.: Jacqueline de Quattro

15.–19.7.: Jean-Pierre Rochat

22.–26.7.: Sami Kanaan

29.7.–2.8.: Magali Jenny

5.–9.8.: Isabelle Guisan

12.–16.8.: Ludwig Oechslin

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

7 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Urs Rechsteiner , Wolfhalden
    Ich kann mich nur Claudio H. und Hernn Wagner anschliessen, genau solche Leute solte es mehr geben. Es ist ja sonst in der Politik so, die anderen kritisieren ist einfach, aber dafür bessere Vorschläge haben sie ja auch nicht!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Claudio H , Herisau
    Solche Leute sollten wir noch mehr in den Regierungen haben. Spricht Klartext und ich denke, SIE handelt auch. In letzter Zeit wird in der Politik nur noch diskutiert und alle andern kritisiert, aber nach Willen vom Volk gehandelt wird nicht. Bravo Frau de Quattro
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Kurt Thaler , St. Gallen
    als Politikerin hab ich bis jetzt nur Karin Keller-Sutter gekannt die Courage hat und die Probleme beim Namen nennt. Dank dem Sommergespräch hab ich jetzt ne neue Favoritin.... "Frau del Quattro" solche Leute braucht das Land !!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen