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Legende: Video E-Trottis sind in Paris eine Plage abspielen. Laufzeit 01:44 Minuten.
Aus Tagesschau vom 22.08.2019.
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Boom sorgt für Chaos Wie Paris versucht, E-Scooter in den Griff zu kriegen

E-Trottis sind dabei, die Mobilität in den Städten zu revolutionieren. Ihre negative Seite ist in Paris zu sehen.

Paris hat die Nase voll von Elektro-Trotinetten – jetzt hagelt es Bussen. Das Gefährt steht nicht auf einem Parkplatz? Das kostet 49 Euro. Man fährt auf dem Trottoir? 135 Euro. Zudem werden die Roller plombiert, sie dürfen noch maximal 20 Kilometer pro Stunde schnell fahren.

Bürgermeisterin Anne Hidalgo zieht damit die Notbremse. Denn es soll inzwischen gut 25'000 Elektro-Trottinette in Paris geben. Ihre schiere Zahl und Lenker, die sich um Verkehrsregeln foutieren, machen sie zur Plage.

Zwei Tote, 45 Verletzte

Zu den Unzivilisiertheiten kommen Unfälle. Laut Behördenangaben gab es seit Anfang Jahr zwei Tote und 45 Verletzte. Auch Helm und Versicherung müssten deshalb obligatorisch werden, fordert eine Opfervereinigung.

In den Vororten westlich von Paris will man es gar nicht so weit kommen lassen – und hat die Trottinette schlicht verboten. «Wir sind acht Städte und haben einstimmig beschlossen, erst mal einen gesetzlichen Rahmen zu schaffen, um diese Anarchie zu vermeiden und uns zu organisieren. Darum werden derzeit Miet-Trottinette, die auf dem Gemeindegebiet unserer Städte abgestellt werden, automatisch konfisziert», sagt Olivier Rigoni, stellvertretender Bürgermeister von Issy-les-Moulineaux.

Schweizer Städte sehen kein Problem

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Auch in Basel und in Zürich sind E-Trottinette an fast jeder Ecke anzutreffen. In Basel sind aktuell 400 E-Scooter im Einsatz, in Zürich 1500. Die Städte versichern jedoch, sie hätten die Lage im Griff. «Wir wissen immer, wie viele Trottinette im Einsatz sind. Wenn wir Bilanz ziehen, können da allenfalls die Spielregeln angepasst werden», sagt eine Sprecherin vom Sicherheitsdepartement der Stadt Zürich.

Auch in der Schweiz gelten Regeln für E-Scooter: Fahren auf dem Trottoir ist verboten, Lenker müssen die Radwege benutzen und gefahren werden darf mit maximal 20 Kilometern pro Stunde. Wer sich nicht an die Regeln hält, bezahlt 40 Franken Busse. Eine Helmpflicht besteht nicht.

Den emmissionsfreien Verkehr nicht zu stoppen, aber dennoch zu regeln ist ein Balance-Akt. Aber wohl nötig, denn der Fortschritt lässt sich nicht aufhalten – die Elektro-Trottinette sind gekommen, um zu bleiben.

Legende: Video E-Trottis breiten sich auch in Schweizer Städten aus abspielen. Laufzeit 01:52 Minuten.
Aus Tagesschau vom 22.08.2019.
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15 Kommentare

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  • Kommentar von Susanne Saam  (Biennoise)
    Bei E-Mobilität von 'emmissionsfreiem Verkehr' zu sprechen ist falsch. Nicht nur wegen der Rechtschreibung. Batterien/Akus werden nicht emissionsfrei produziert und schon gar nicht emissionsfrei entsorgt.
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    1. Antwort von Kurt E. Müller  (KEM)
      @Saam: Vielleicht überdenken Sie das nochmals. Der Verkehr an sich macht ja wirklich keine Emissionen, wenn wir schon spitzfindig sein wollen. Und so steht es im Artikel.
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  • Kommentar von A. Burkhardt  (A.B.)
    Der Ausdruck 'emissionsfreier Verkehr' im Bericht stört - einen solchen Verkehr gibt es (heute) nicht. Das Lithium-Recycling findet nicht statt: UMICORE holt nur CU, NI, CO während des Recyclings von LithiumIonen-Akkus heraus, jedoch kein LI.
    Und BATREC shredderd lediglich die LiIo-Akkus.
    Also keine Kostenwahrheit in der heutigen e-Mobilität (analog beim Atomstrom-/Abfall).
    Erst in Richtung Cradle-to-Cradle Kreislauf kann man von emmissionsfrei zu reden beginnen.
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  • Kommentar von W Streuli  (Wernu)
    Ich habe auch so meine Zweifel am Sinn solcher E-Trottis, weil ökologisch sind Sie noch lange nicht,weil alle müssen über Nacht mit einem Lieferwagen eingesammelt werden zum aufladen und nach ca 1/2 Jahr Betriebsdauer sind sie Elektroschrott.Zudem ein Gefahrpotenzial auf der Strasse,weil wie soll man bei Richtungswechsel die eine Hand ausstrecken können bei diesen Stummellenkern? Sturzgefahr ist vorprogrammiert.Da gelobe ich mir doch lieber noch das "alte Velo" :-)
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