Zum Inhalt springen
Inhalt

«Ciao Table» Zusammen essen gegen die Einsamkeit

Am «Ciao-Table» darf jeder Platz nehmen.
Legende: Am «Ciao-Table» darf jeder Platz nehmen. SRF

Tessiner und Tessinerinnen gelten bei uns als offen, lebhaft und kommunikativ. Doch der Schein trügt. Deshalb wurde das Projekt «Ciao Table» lanciert.

Mittlerweile gibt es in rund 20 Restaurants in Lugano einen «Ciao Table», der die Restaurantbesucher einladen soll, gemeinsam zu essen.

Leider ist die Vereinzelung der Menschen im Tessin ein Problem.
Autor: Piera SerraInitiantin

Iniziert hat das Projekt die Psychologin Piera Serra. Sie sagt: «Leider ist die Vereinzelung der Menschen im Tessin ein Problem. In Spanien beispielsweise treten Menschen viel einfacher miteinander in Kontakt.» Der «Ciao Table» soll die Kontaktaufnahme erleichtern. Der Tisch ist nicht nur für italienisch sprechende Personen. Darum auch der Name «Ciao Table».

Nicht bei allen beliebt

Die Wirtin Renza Zucchi weist viele Gäste auf den besonderen Tisch hin. Doch anfangs will sich niemand an den Tisch setzen. «Die Gäste entscheiden sich aus Scham für einen ‹normalen Tisch›. Oder weil sie zu zweit oder zu dritt kommen.», so die Wirtin.

Renza Zucchi unterstützt das Projekt nicht nur aus Nächstenliebe: «Für mich ist es eindeutig besser, wenn an einem Vierertisch nicht nur ein Gast sitzt, sondern vier. Ich habe den ‹Ciao Table› so platziert, dass er auch verlängert werden kann.»

Dieser Tisch ist also ideal um neue Menschen kennenzulernen.
Autor: Costanza BerginsIsst gerne am «Ciao Table»

Constanza Bergins arbeitet bei einer Bank und findet die Initiative toll: «Ich will nicht immer mit den Arbeitskollegen Mittagessen. Und die Freunde haben nicht jeden Mittag Zeit. Dieser Tisch ist also ideal um neue Menschen kennenzulernen.»

Das findet auch Marco Cattino aus Süditalien: «Diese Initiative erlaubt es mir, mich schneller zu integrieren und neue Menschen kennenzulernen. Statt alleine esse ich heute Mittag zusammen mit drei Frauen, das ist doch wunderbar.»

Die Psychologin Piera Serra hofft, dass sie ihr «Ciao Table» im ganzen Tessin verankern kann.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von u teinila (teinila)
    da gab es doch mal schon vor einem-zwei jahre ähnlichen bericht. mit restaurants aus dem baselbiet? und/oder ostschweiz?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von W Streuli (Wernu)
    Also mir persönlich gefällt diese Idee, nur sollte man sie in Gaststätten auch am Abend einführen, weil da hätte man doch was mehr Zeit um sich auszutauschen am Tisch.Wie im Beitrag aber schon erwähnt denke ich auch,das es da was"Eingewöhnungszeit"bedarf,weil da besteht schon was ein Hemmschwelle,sich an einen dafür vorbereiteren Tisch zu setzen.Wir homo sapiens neigen halt schon dazu,als Einzelgast sich zuerst an einen noch freien Tisch zu setzen.Gibt es hierfür auch Pläne i der Deutschschweiz?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Peter Amthauer (Peter.A)
      Sicher ist das mit dem Ciao Table ausserhalb vom Tessin nicht verboten. Ich bin gespannt, ob der Tisch z.B. auch mal in Zürich angeboten wird. MfG
      Ablehnen den Kommentar ablehnen