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St. Gallen findet Covid-Eintrag ins Impfbüchlein unnötig
Aus Espresso vom 02.08.2021.
abspielen. Laufzeit 03:24 Minuten.
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Covid-Impfung im Ausweis In St. Gallen kostet der Covid-Eintrag ins gelbe Impfbüchlein

Im Gegensatz zu anderen Kantonen hält St. Gallen den Eintrag für unnötig. Wer ihn trotzdem wünscht, muss zahlen.

Ein St. Galler Ehepaar liess sich beim Hausarzt die Covid-Impfungen verabreichen und wollte diese im Impfbüchlein eintragen lassen. Daraus wurde nichts: «Man sagte mir, der Kanton St. Gallen mache das nicht», erzählt der Ehemann dem SRF-Konsumentenmagazin «Espresso». Das wundert das Paar. Denn Verwandte und Bekannte berichten, dass der Eintrag in anderen Kantonen problemlos vorgenommen wurde.

St. Gallen hält Eintrag für nutzlos – andere Kantone nicht

Auf Nachfrage des SRF-Konsumentenmagazins «Espresso» argumentiert der Kanton St. Gallen, man verzichte bewusst auf Einträge im gelben Impfbüchlein, um Ressourcen zu sparen und die Impfung nicht doppelt und dreifach zu dokumentieren. Zudem sei der Eintrag nutzlos: «Das gelbe Impfbüchlein ist kein offizielles Dokument, welches zum Beispiel zu einem Grenzübertritt ermächtigt – dafür wurde ja eben das nationale Impfzertifikat entwickelt.»

Grundsätzlich sollte jede Impfung im Büchlein dokumentiert werden.
Autor: Kanton Zürich

In einem Punkt hat St. Gallen recht: Im gelben Impfausweis der Weltgesundheitsorganisation WHO ist einzig die Gelbfieberimpfung international geregelt.

Komisch aber: Andere grosse Kantone wie Zürich, Bern oder Luzern tragen die Impfungen problemlos ins Büchlein ein. Die drei genannten Kantone beurteilen den Nutzen anders. So sagt der Kanton Bern, es gebe schliesslich noch keinen international anerkannten Standard für das Covid-Impfzertifikat. «Zwar wird das Zertifikat in Europa gegenseitig anerkannt, was aber passiert in anderen Ländern?». Der Kanton Luzern ist gleicher Meinung und schreibt dazu: «So gesehen macht auch der Eintrag der Covid-19-Impfung in das gelbe Impfbüchlein Sinn.» Und auch der Kanton Zürich empfiehlt den Eintrag ins Impfbüchlein, denn: «Grundsätzlich sollte jede Impfung dokumentiert werden.» In diesen (und weiteren) Kantonen ist der Eintrag daher auch kostenlos.

Eintrag jetzt auch in St. Gallen möglich – aber nicht gratis

Inzwischen hat der Kanton St. Gallen eingesehen, dass es Personen gibt, die die Covid-Impfung im Büchlein registriert haben wollen. Bei verschiedenen Apotheken und Hausärzten kann man sie daher nachträglich eintragen lassen – gegen eine Gebühr. Leider verrät der Kanton St. Gallen nicht, wo solche Nachträge möglich sind und mit welchen Kosten zu rechnen ist.

Espresso, 02.08.21, 08:13 Uhr

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32 Kommentare

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  • Kommentar von Dietrich Michael Weidmann  (Dietrich Michael Weidmann)
    Im Gegensatz zum Covid-Zertifikat ist das gelbe Impfbüchlein der WHO weltweit anerkannt. Zudem fehlt eine Rechtsgrundlage für die Gebühr, mit welcher der Kanton St. Gallen die Leute abzocken will. Schlicht eine Schweinerei! Da gibt es nur eines liebe St. Galler*innen: Schickt eure Regierung bei den nächsten Wahlen in die Wüste, ihre werdet offensichtlich von Versager*innen regiert!
  • Kommentar von Martin Egger  (Martin Egger)
    Und was ist mit dem braunen Impfbüchlein, bitte? Das gelbe ist doch eher exotisch.
  • Kommentar von Claudius Luethi  (@claude)
    Ich hab noch ein graues impfbüchlein und nehm kein neues. Solange ich gesund bin, teste, impfe und genese ich nicht. Ist ja freiwillig...
    1. Antwort von Ronny Nemetz  (RonnyRonson)
      Super. Dann bleiben sie freiwillig zu Hause
    2. Antwort von lorenz Bertsche  (lorenz.bertsche)
      Herr Ronny Nemets falls sie geimpt sind müssen sie ja keine Angst mehr vor einem Ungeimpften haben.
    3. Antwort von Claudius Luethi  (@claude)
      @ronny
      Zuhause bleiben? Nein, wieso schon?
      Ich brauch mich ja nicht zu fürchten, Sie sind ja geimpft, getestet oder genesen.