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Tod des letzten Enkels David Rockefeller hinterlässt ein Vermögen – und ein Vermächtnis

David Rockefeller, letzter Enkel des Tycoons John D. Rockefeller, ist gestorben. Der Name Rockefeller steht für unermesslichen Reichtum, aber auch für Philanthropie.

Legende: Audio Zum Tod von David Rockefeller abspielen. Laufzeit 05:15 Minuten.
05:15 min, aus Echo der Zeit vom 20.03.2017.

Der Familienpatriarch und Milliardär David Rockefeller ist tot. Der frühere Banker starb in seinem Haus nördlich von New York im Alter von 101 Jahren an Herzversagen, wie die Rockefeller-Stiftung mitteilte.

David Rockefeller war das letzte noch lebende Enkelkind von John D. Rockefeller (1839-1937). Sein Reichtum wurde vom US-Magazin «Forbes» zuletzt auf rund 3,3 Milliarden Dollar geschätzt. Er genoss mit seiner Familie ein Leben im Luxus und galt gleichzeitig als einer der wichtigsten Spender und Mäzene in den USA.

Am Ursprung des Rockefeller'schen Reichtums stand der frühe Einstieg ins Ölgeschäft. David Rockefellers Grossvater wurde damit einer der reichsten Männer seiner Zeit. Als dessen Standard Oil Company 1911 zerschlagen wurde, ging ein grosser Teil der Erlöse in eine Stiftung über, in die Rockefeller Foundation.

David Rockefeller mit einem Rollator neben einer älteren Dame.
Legende: David Rockefeller 2015 im Museum of Modern Art in New York (MoMA), welches seine Mutter einst mitbegründet hatte. Keystone/Archiv

Spenden für Bildung und Kunst

John D. Rockefeller gründete die heute noch aktive Stiftung mit dem Zweck, das «Wohl der Menschheit auf der ganzen Welt» zu fördern.

Damit war er in guter Gesellschaft, wie Georg von Schnurbein, Professor am Zentrum für philantrophische Studien der Universität Basel, erklärt: «Rockefeller gehörten mit anderen Grossindustriellen des 19. Jahrhunderts wie Andrew Carnegie oder J. P. Morgan zu jenen Amerikanern, die zu Lebzeiten zu unheimlichem Reichtum gekommen sind.»

Sie teilten laut Schnurbein das Verständnis, dass es zu ihrer Verpflichtung gehöre, sich für die Gesellschaft einzusetzen. «Rockefeller investierte stark in Universitäten und hat auf diese Art zu vielen medizinischen Erkenntnissen beigetragen.»

Der Mann, der reich stirbt, stirbt in Schande.
Autor: Andrew CarnegieStahlmagnat und Philanthrop (1835-1919)

Dieses Engagement führte sein Enkel bis zuletzt weiter. Jedes Jahr spendete David Rockefeller Millionenbeträge, unter anderem an die Rockefeller Universität und das MoMA. Auch bei der von US-Investor Warren Buffett und Microsoft-Gründer Bill Gates gegründeten Initiative «The Giving Pledge» war Rockefeller Mitglied – und verpflichtete sich damit, mindestens 50 Prozent seines Vermögens abzugeben.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von W. Ineichen (win)
    Ein reicher und ein armer Mann // standen da und sah'n sich an // und der arme sagte bleich // wär' ich nicht arm wär'st du nicht reich.
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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    "Der Mann, der reich stirbt, stirbt in Schande" heisst doch, dass einer nur zu Reichtum kommen kann, indem er andere bescheisst - in welcher Form auch immer. Das gilt weltweit. Da nützt die Gemeinnützigkeit relativ wenig, weil so ein Superreicher Steuerungsinstrumente, z.B. durch Medienhäuser und damit auch Macht erhält - Bsp George Soros. Vielmehr würden dem Staat ordentliche Steuern nützen, um die Grundsicherung (Bildung, Gesundheit, Umweltschutz, Sicherheit und Infrastruktur) sicherzustellen.
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  • Kommentar von Ernst Richener (Schmutz Fink)
    Musste noch nie soviel lachen,wie jetzt,wenn ich mal eine MSM News Seite anschaue. Da wird uns der Bill Gates als reichster Mensch verkauft,mit einem grossen Foto und der Herr Rockefeller,mit einem kleinen Foto! Der arme hat ja nur 3.3 Mia. Dabei ist es gerade umgekehrt,der Bill Gates ist ein kleiner"Stümper"in sachen Reichtum,gegenüber der Rockefeller Dynastie. Was wurde aus Standart Oil? Exxon Mobil und die Rockefellers haben noch viel mehr beteiligungen an Weltkonzernen. Hirnwäsche fürs Volk
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