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Panorama Der Schweizer Pavillon ist (zu) beliebt

Beim Schweizer Pavillon an der Expo in Mailand ist vieles ein wenig anders gekommen als geplant. Statt Käse und Schokolade gibt's für die Besucher jetzt Apfelringe und Salzpäckchen. Doch auch diese kommen gut an – fast zu gut.

Die Aufgabe war nicht leicht: Wie kann man ein abstraktes Thema wie Nachhaltigkeit veranschaulichen? Der Schweiz ist das mit ihrem Pavillon an der Weltausstellung in Mailand fast schon zu gut gelungen: Die Besucher sammeln nämlich fleissig die Päckchen, die es im Schweizer Pavillon gratis gibt. Vier Türme sind mit Apfelringen, Kaffee- und Salzpäckchen sowie mit Trinkwasser gefüllt, wobei sich die Besucher frei bedienen dürfen

Der Clou dabei: Je mehr die Besucher einpacken, desto weniger bleibt für die nächsten Gäste. Doch scheint das Thema Nachhaltigkeit noch nicht in allen Köpfen angekommen zu sein. Denn nach nur 17 Tagen ist bereits ein Viertel der Apfelringe und des Trinkwassers weg.

Dies veranschauliche deutlich, wie Probleme durch zu viel Eigennutz entstehen könnten, sagte Bundesrätin Simonetta Sommaruga. Sie war anlässlich des Tages der Schweiz an die Expo in Mailand gereist. In ihrer Rede im Schweizer Pavillon forderte sie zudem mehr Transparenz für den Rohstoffhandel. Die Schweiz als bedeutende Plattform stehe dabei in der Verantwortung.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von W. Pip, Züri
    "Probleme durch zu viel Eigennutz" - Soso. Da ist man ja im Schweizer Pavillion gerade am richtigen Ort: Ich hoffe, unsere Politik stellt dem geneigten Besucher auch dar, wie man Demokratie, Volkswillen und Nationalstolz nachhaltig (sic!) schädigt und dadurch den Eigennutztrieb der Bevölkerung steigert. Diese Einicht wäre doch mal ein echter Brüller...
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  • Kommentar von Alex Bauert, Bern
    «Nach Protesten entschied der Bund aber, statt Mineralwasser lokales Leitungswasser anzubieten.» Wer je in Milano gelebt hat, weiss, dass «lokales Leitungswasser» jenseits von Gut und Böse ist und sich v.a. durch Bleigehalt, etc., auszeichnet. Punkte Wasser in Milano: Milano und Brüssel (Jaaaa, Brüssel, Hauptstadt der EU!!!) haben sich per Beitrittsvertrag zusichern lassen, dass sie KEINE ABWASSERREINIGUNG bauen müssen. So viel zu Wasser & Milano. NB: In Milano machte ich Kafi mit Mineralwasser.
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  • Kommentar von Wilhelm Ebener, 8051 Zürich
    Flop. Millionen nicht nachhaltig verpulvert. Niemand ist schuld. Nur der Schweizer Bürger zu dumm, um die Genialität zu begreifen. Bis bald in Kasachstan bei der nächsten Weltausstellung. Oder: erneutes Millionenverlochen von Beamten des EDA.
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