Zum Inhalt springen
Inhalt

Dutzende Häuser explodiert Ein Toter nach Gasunfall an der US-Ostküste

Legende: Video Immer mehr Häuser bei Boston fingen nach Gasexplosionen Feuer. abspielen. Laufzeit 00:33 Minuten.
Aus News-Clip vom 14.09.2018.
  • Ausgetretenes Gas hat nahe der US-Ostküstenmetropole Boston zu einer verheerenden Explosionsserie geführt.
  • In drei Gemeinden waren Dutzende Brände ausgebrochen, die mittlerweile alle gelöscht wurden.
  • Zehntausende Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. Ein Mann wurde getötet, mindestens zehn Menschen wurden verletzt.
  • Ein regionales Gas-Versorgungsunternehmen hatte am Donnerstag offenbar Wartungsarbeiten vorgenommen.

Nördlich der US-Metropole Boston hat eine Serie von Gasexplosionen mindestens 39 Feuer über drei Gemeinden hinweg verursacht. An 70 Gebäuden waren Brände ausgebrochen oder Gasgeruch wahrgenommen worden.

Feuerwehrleute an einem qualmenden Haus
Legende: Mit einem Grossaufgebot kämpften Feuerwehrleute gegen immer neu entflammte Brandherde. Keystone

Bisher wurden mindestens zehn Menschen verletzt. Ein 18-jähriger Mann erlag im Spital seinen Verletzungen, wie CNN mit Verweis auf Behördenangaben berichtete. Er hatte in einem Auto gesessen, als ein Kamin auf den Wagen stürzte. Ganze Nachbarschaftsviertel wurden am Donnerstag evakuiert, während Einsatzkräfte gegen die um sich greifenden Flammen kämpften.

Karte der Unglücksorte

Warnung vor weiteren Bränden

Die Polizei von Massachusetts warnte, die Zahl der betroffenen Haushalte werde noch weiter steigen. Sie teilte nach dem Vorfall in den Gemeinden Lawrence, Andover und North Andover mit, das Unternehmen Columbia Gas arbeite daran, den Druck von den Leitungen zu nehmen.

Die Probleme sind offenbar auf das Netz des Versorgers Columbia Gas zurückzuführen. Die Polizei rief alle Gaskunden des Unternehmens auf, ihre Häuser zu verlassen. Columbia Gas hatte früher am Donnerstag erklärt, in ganz Massachusetts sollten Gasleitungen gewartet werden – darunter auch in der von den Explosionen betroffenen Region.

Strom in der gesamten Gegend abgestellt

Vorsorglich wurde der Strom in der ganzen Gegend abgestellt. Die Behörden baten alle Anwohner ohne Strom, ebenfalls ihre Wohnungen zu verlassen. Zehntausende sind betroffen. Auch die Gasleitungen wurden entleert.

Löscharbeiten in vollem Gange

Laut Polizei brannten etliche Häuser gleichzeitig. Dennoch seien alle Brände gelöscht worden. Polizeichef Joseph Salomon sagte der Zeitung «USA Today»: «Es gibt soviel Rauch, man kann den Himmel nicht mehr sehen.»

Evakuierungen

In den drei Gemeinden leben insgesamt mehr als 146'000 Bewohner. Sie liegen 42 Kilometer nördlich von Boston.

In Lawrence erklärte Stadtrat Marc Laplante, die Behörden würden das Stromnetz der Stadt abschalten. Anwohner im Viertel Colonial Heights wurden aufgerufen, sich in mehreren Schulen zu versammeln. In Andover forderten die Behörden alle Bewohner auf, ihr Gas abzustellen.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

8 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Interessant, welche Leute sich hier zu worte melden, nur ihrem Hobby, dem Ami-Bashing nachzukommen. Man hat zwar weder Ahnung von den USA (war wahrscheinlich noch nie dort) noch vom Thema Gasversorgung selbst. Aber immer feste draufhauen, mit grösster Häme. Nur mal kurz: Am 16. Juli musste die Zürcher Feuerwehr gleich vier Mal ausrücken wegen eines Gaslecks...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Robert Frei (RFrei)
    Wie geht der Slogan, der uns regelmässig über den Bildschirm rieselt? Erdgas - die freundliche Energie.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Patrik Müller (P.Müller)
    Also liebe Schweizer: Geniessen wir den Baulärm wenn in den Strassen die Gräben immer und immer wieder aufgerissen werden um Rohre, Leitungen und Kabel neu verlegt werden! Auch Baustellen auf Autobahnen sollten langsam anders betrachtet werden wenn ich an Genua denke. (Lieber auf 10 Kilometern nur ein sichtbarer Bauarbeiter als auf eingestürzten 100Metern 200 Arbeiter und "Retter"). Das Knattern der SBB beim Geleise neu einschottern- und Teilsperrungen von Tunnels . Danke an die Nachtarbeiter!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen