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Eine Person wird vermisst Canyoning-Unfall im Lodrino-Tal

  • Eine Gruppe von Wanderern hatte am Donnerstag gegen 18.30 Uhr im Lodrino-Tal einen Unfall.
  • Die litauischen Staatsbürger waren auf einer Canyoning-Tour zwischen Biasca und Bellinzona.
  • Der Alarm wurde von einem Mitglied der Gruppe ausgelöst. Acht Personen überstanden den Unfall unverletzt, eine neunte Person wird derzeit noch vermisst.

Eine Person aus der Gruppe verschwand während der Canyoning-Fahrt plötzlich, wie die Tessiner Kantonspolizei am Abend bekannt gab. Ein Mitglied der Gruppe alarmierte daraufhin unverzüglich die Polizei.

Canyoning-Unfälle in der Schweiz

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  • Das schwerste Unglück ereignete sich 1999, als im Saxetenbach im Berner Oberland 18 Touristen und drei Guides ums Leben kamen.
  • Namentlich im Tessin kam es immer wieder zu Canyoning-Unglücken. Unter anderem starben im Herbst 2001 ein Vater und seine Tochter aus Luzern beim Canyoning im Wildbach Nara bei Osongna. Nur drei Jahre später verunfallte im Valle Malvaglia ein deutscher Tourist tödlich.
  • Letztmals ereignete sich im Oktober 2012 ein grösserer Unfall beim Canyoning. Im Fallenbach zwischen Amden/SG und Walensee wurden zwei Gruppen von steigendem Wasser überrascht. Ein 24-jähriger Guide aus Belgien und eine 23-jährige Touristin aus Deutschland konnten nur noch tot geborgen werden.

Die sofort ausgelöste Suche nach der verschwundenen Person blieb jedoch vorerst erfolglos. Die Nachforschungen mussten am Abend wegen Dunkelheit unterbrochen werden. Sie sollen am frühen Freitagmorgen wieder aufgenommen werden.

Strengere Regeln für Anbieter

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  • Um die Probleme mit Risiko-Sportarten wie das Canyoning in den Griff zu bekommen, hat der Bundesrat per 1. Mai 2019 strengere Regeln für die Anbieter von Outdoor-Sport erlassen.
  • Seither gilt jeder Anbieter ab dem ersten Franken Umsatz als gewerbsmässig. Der Anbieter muss entsprechend eine kantonale Bewilligung einholen.
  • Die zuvor gültige Grenze von 2300 Franken pro Jahr wurde aufgehoben. Damit werde für die Teilnehmenden Gewissheit geschaffen, dass jede gewerbsmässige Risikoaktivität bewilligt sei und den entsprechenden Standards unterliege, hiess es damals.

An der Suche vor Ort beteiligte sich die Tessiner Kantonspolizei mit einem Suchtrupp. Ferner waren eine Rega- und Tre Valli Soccorso-Besatzung sowie Personal der Bergrettung im Einsatz. Die Polizei hat Ermittlungen zur Unfallursache eingeleitet.

SRF 4 News, 02:00 Uhr;

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Sarah Allemann  (Sallemann)
    Es gibt beim Canyoning, wie bei vielen anderen Aktivitäten auch, unterschiedlich schwierige Touren. Von familientauglich bis hin zu nur für sehr erfahrene Canyonisten. Dabei geht es den wenigsten Bachwanderern (die Sportart mit dem Boot nennt sich übrigens River Rafting und hat mit Canyoning nichts zu tun) um Adrenalin oder sonst einen Kick, vielmehr geht es um das Naturerlebnis – wie beim Bergwandern oder Skitourenfahren auch. Auch dort können die Bedingungen einfach oder aber schwierig sein.
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    1. Antwort von Christian Baumann  (Christian Baumann)
      Sich bei der Suche nach Naturverbundenheit und Naturerlebnis auf eine waghalsige Wanderung durch einen Wildbach zu begeben, hat mit Sehnsucht nach Natur nichts zu tun. Das ist - milde ausgedrückt - Fahrlässigkeit.
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    2. Antwort von Karl Müller  (KaMü)
      Im Prinzip richtig, sofern nicht aussergewöhnliche Wetterverhältnisse herrschen. Wie war das letzthin punkto Regen im Tessin?
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    3. Antwort von Sarah Allemann  (Sallemann)
      Lieber Herr Baumann, tut man so etwas waghalsig (das kommt ja auch beim Skisport und im Strassenverkehr oft vor), bin ich mit Ihnen absolut einverstanden. Ich bin einfach gegen eine Pauschalisierung. Man kann Canyoning sehr sicher und unfallfrei betreiben, was zig Touren, die jährlich nicht in den Medien landen, beweisen. Steigen Sie als Landlebewesen auch in ein Flugzeug? Ich tauche seit 23 Jahren und liebe und schätze die Unterwasserwelt, ohne Zwischenfall bisher. Auch das geht absolut sicher.
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  • Kommentar von Franco Caroselli  (FrancoCaroselli)
    Litauische Staatsbürger. Ist wegen Corona die Einreise nicht beschränkt ausser zu I, F,D und Ö? Bin ich falsch?
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    1. Antwort von Silke Döding  (Nordlicht)
      Wo steht im Bericht, dass es ein Urlauber war? Es gibt durchaus Menschen in der Schweiz die eine andere Nationalität besitzen und nicht nur zu Besuch oder im Urlaub sind. Sie leben und arbeiten hier.
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  • Kommentar von Roger Ebischer  (RO.Ebi)
    Ich verstehe total dass man sich einmal ein Abenteuer gönnen möchte und da denkt man nicht gleich an den Tod. Ich finde es total unangebracht die Leute die solch etwas machen, noch zu kritisieren. Bei einem verunglückten Wanderer sagt man auch nicht: er hätte ja gewusst dass es neben dem Weg 100m hinunter ging.
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    1. Antwort von Christian Baumann  (Christian Baumann)
      Ihre Argumentation ist nicht verhältnismässig.
      Was Sie beschreiben ist Bergsteigen und hat mit Wandern wenig zu tun. Ausserdem: Landlebewesen haben eine natürliche Furcht vor dem Wasser.
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