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Mann vor Presse-Mikrofonen
Legende: DuBoise wird bei seiner Freilassung von seiner Mutter und seiner Schwester abgeholt. Keystone
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Endlich in Freiheit 37 Jahre unschuldig im Knast – DNA-Beweise beenden das Unrecht

Am Donnerstag um 14 Uhr war der Alptraum plötzlich zu Ende. Für den 56-Jährigen Robert DuBoise öffneten sich die Gefängnistore in Florida.

Es ist ein überwältigendes Gefühl der Erleichterung. Ich habe jeden Tag zu Gott gebetet und darauf gehofft.
Autor: Robert DuBoiseOpfer eines Justiz-Irrtums

Er war 1983 für den Mord an einer 19-Jährigen zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er soll sie vergewaltigt, geschlagen und ermordet haben. DuBoise beschwor seine Unschuld – vergeblich. Fast 40 Jahre musste er hinter Gittern ausharren.

Bis am Donnerstag Anwälte der Abteilung zur Überprüfung von Verurteilungen und des «Innocence Project» neue Beweise vorlegten. Das Team hatte monatelang 3500 Seiten Dokumente durchgekämmt, beim Bezirksarzt Vergewaltigungs-Proben ausfindig gemacht und deren DNA neu analysieren lassen.

All diese Beweise schlossen eine Täterschaft von DuBoise aus. Der Richter entschied, dass DuBoise unverzüglich freigelassen werden sollte.

Vor Reportern erklärt DuBoise, dass er keinen Groll gegen jene hege, die für dieses Unrecht verantwortlich waren. Er wolle sein Herz nicht mit Hass oder Bitterkeit belasten. Zudem müsse er jetzt viele moderne Dinge lernen – etwa, wie man einen Computer benutze, sagt der befreite Robert DuBoise.

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53 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Morello  (Andreas Morello)
    Nach meinem Verständnis hätte der Fall in der Schweiz unter Umständen nicht mehr aufgeklärt werden können.

    Je nach Kanton und Gericht könnten die entsprechenden gesetzlichen Archivierungsfristen für die Aufbewahrung der Prozessunterlagen bereits abgelaufen sein.

    Allerdings ist es hier auch eher selten der Fall, das jemand mehr als 20 Jahre im Gefängnis verbringt.
  • Kommentar von Walter Mineral  (mineral.walter)
    Dem wurde ja sein ganzes Leben geraubt. Wäre noch interessant zu wissen wie er kompensiert wird. Weil sehr qualifiziert kann er nicht sein wenn er noch nie einen Computer benutzt hat, und wie soll er einen Job finden? Der müsste wie das Durchschnittsgehalt der letzten 37 Jahre erhalten so, dass er ausgedient hat.
    1. Antwort von Mark Keller  (mkel)
      Es gibt in den Staaten in der Regel eine Entschädigung pro Jahr, das eine Person unschuldig in Haft verbrachte. In Florida beträgt diese mindestens 50.000$/Jahr und total maximal 2mio$, allerdings auch an diverse Bedingungen geknüpft. Erst Anfang dieses Jahres erhielt ein Mann (Hubert Myers) in Florida 2mio$ zugesprochen, weil er 43 Jahre lang unschuldig im Gefängnis war.
    2. Antwort von Esther Jordi  (EstherJ.)
      "Weil sehr qualifiziert kann er nicht sein wenn er noch nie einen Computer benutzt hat, ..."
      Könnte ja sein, dass ihm diese Möglichkeit im Gefängnis nicht geboten wurde.
  • Kommentar von Michi Leemann  (mille)
    Ein weiterer Beweis weshalb es keine Todesstrafen geben darf. Würde diese Sanktionsart künftige Täter vom Verbrechen abhalten, so könnte man ja eventuell noch darüber diskutieren. Ein Triebtäter lässt sich aber auch nicht von dieser möglichen Sanktionsart von der Tatbegehung abhalten. Die Kriminalstatistik spricht eine deutliche Sprache: Solche Strafandrohungen lassen die Verbrechensraten nicht sinken. Die USA zeigt dies in der Praxis.