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Rheinpegel steigt bedrohlich an
Aus Tagesschau vom 30.08.2020.
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Entspannung in Sicht Regen-Schwerpunkt verlagert sich in die Ostschweiz

  • Im Tessin, in Graubünden und auch in der Nordostschweiz hat es intensiv geregnet. Am meisten Niederschlag gab es bis jetzt mit gut 294 Millimetern in Cevio im Maggiatal.
  • Der Regen nimmt vielerorts langsam ein Ende. In Lugano scheint zurzeit die Sonne und es ist fast wolkenlos.
  • Bedrohlicher ist momentan die Situation im Osten. Insgesamt sind die Regenmengen kleiner, aber diese Gebiete haben ein anderes Abflussverhalten.
  • Ferner fällt in den Kantonen Thurgau, Glarus und Schwyz aussergewöhnlich viel Regen.
  • In Wil (SG) fiel ein 4-jähriger Junge in einen Schacht, er befindet sich in kritischem Zustand.

Eine neue Gewitterline von Varese kommend hat das Tessin überquert. Nebst Blitz und Donner brachte sie in kurzer Zeit wieder extreme Regenmengen. Auf dem Monte Generoso im Südtessin gingen in 30 Minuten 25 Millimeter Regen nieder. Solche schockartigen Niederschläge destabilisieren die Hänge weiter.

Regen, Regen und nochmals Regen

Neuer Hotspot Ostschweiz

Am Sonntag lag der neue Niederschlagsschwerpunkt in der Ostschweiz. In Ebnat-Kappel gab es allein am Sonntagvormittag knapp 80 Millimeter Regen, auch im Fürstenland und im Kanton Thurgau wurden stellenweise 75 Millimeter Regen verzeichnet. Im Kanton Schwyz gab es an verschieden Orten von Mitternacht bis Sonntagmittag gut 60 Millimeter Regen. An diesen Orten regnete es am Sonntagabend immer noch weiter.

Mehr Regen in Stunden als sonst in einem Monat

Seit Freitagabend sehen sich das Tessin und Graubünden und seit Sonntag auch das Rheinufer im Kanton St. Gallen mit anhaltenden massiven Niederschläge konfrontiert. In einigen Orten fiel innerhalb weniger Stunden mehr Regen als sonst in einem ganzen Monat August.

«Hier will keiner mehr baden»

Leserbilder auf Online-Portalen gaben einen Eindruck vom sintflutartigen Regen: hoch gehende Flüsse und Bäche, unter Wasser stehende Strassen und im Wasser stehende Autos sowie wegen umgestürzter Bäume und Erdrutsche nicht mehr passierbare Strassen. Dabei gab es vor allem im Verzascatal Erdrutsche, und die Maggia führte Hochwasser.

Rhein wird wohl über die Ufer treten

Im Kanton St. Gallen wurden wegen des Regens die Fuss- und Radwege entlang des Rheins ab Diepoldsauer Rheinbrücke bis zum Bodensee aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Wie Daniel Dietsche von der Rheinbauleitung SRF mitteilt, rechnen die Behörden damit, dass der Rhein um etwa 16 Uhr bei Au das Vorland überschwemmt. Die Spitze des Hochwasser wird um 18 bis 20 Uhr erwartet. Die Bevölkerung wird gebeten, sich nicht in der Nähe des Rheins aufzuhalten, um einen möglichen Einsatz des Rheinunternehmens und der Feuerwehren nicht zu behindern.

In 50 der 77 St. Gallischen Gemeinden seien laut Hanspeter Krüsi, Sprecher der Kantonspolizei, die Feuerwehr unterwegs. Sie müssten Keller auspumpen. Erdrütsche hätte es nur einige wenige kleine gegeben. Einsatzkräfte der Gemeinden hätten diese mit der Schaufel zur Seite geräumt.

Verschmutztes Wasser in Avegno

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Die Regen-Warnstufe 5 galt im Norden des Tessins und in den angrenzenden Gebieten Graubündens sowie im Kanton Uri. In Avegno im Maggiatal ist das Trinkwasser seit Samstag wegen des starken Regens verschmutzt. Alertswiss forderte die Einwohner auf, das Wasser nicht zu trinken, es nicht zum Kochen zu verwenden und sich damit auch nicht waschen.

Nebst dem Kanton St. Gallen ist auch der Thurgau, der Kanton Glarus und der Kanton Schwyz starkem Regen ausgesetzt. Im Thurgau steht die Bahnunterführung Eschlikon unter Wasser und in Romanshorn eine Turnhalle.

Entspannung in der kommenden Woche

In der kommenden Woche entspannt sich die Situation langsam, einzelne Regengüsse sind aber bis und mit Mittwoch beidseits der Alpen immer noch möglich, die Niederschlagsmengen bleiben aber verhältnismässig gering. Die Lage dürfte sich langsam entspannen.

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Hangrutsch im Tessin
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SRF 4 News, 09.30 Uhr;

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29 Kommentare

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  • Kommentar von Mark R. Koller  (Mareko)
    Wir sollten aufpassen, kurzfristiges, etwas extremes Wettergeschehen und langfrististige Klimaveränderungen nicht zu verwechseln. Gegen beides kann der Mensch nichts ausrichten, sondern er hat sich diesen Naturgewalten einfach anzupassen. Mehrere Faktoren beeinflussen eine Wetterlage und wiederum andere das weltweite Klima. Wer glaubt, die Menschen könnten das Klima und seine Veränderungen entscheidend beeinflussen, der leidet gehörig an Allmachtsfantasien. Bekanntlich: Es kommt wie es kommt.
  • Kommentar von Michael Siegrist  (Siegi)
    Klimawandel ist eine harmlose Bezeichnung für das, was uns erwartet.
    1. Antwort von Michael Siegrist  (Siegi)
      Ich bin überängstlich. Ist mir bewusst. Ich arbeite daran.
  • Kommentar von Christoph Stadler  (stachri)
    Nun, dass die Flüsse über die Ufer treten, haben wir uns selbst zuzuschreibenn. Welcher Fluss kann in unserem Land noch in einem natürlichen, nicht eingedämmten Flussbett fliessen?
    1. Antwort von Konrad Schläpfer  (Koni)
      Früher war das noch viel schlimmer, als zB. der Rhein noch nicht kanalisiert war und das ganze Tal überschwemmt hat.