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Expedition Glück Warum man im hohen Norden am glücklichsten ist

Die Spitzenplätze im «World Happiness Report» sind fest in nordischer Hand: SRF hat sich auf die Suche gemacht nach dem Geheimnis des Glücks in Island, Norwegen, Dänemark und Finnland. Die Schweiz nimmt dann eine Finnin unter die Lupe.

Für das jährliche UNO-Ranking werden statistische Daten zum Reichtum (BIP pro Kopf) oder zur Lebenserwartung kombiniert mit einer Befragung. Dort geben pro Land rund tausend Menschen zu Protokoll, wie zufrieden sie mit ihrem Leben sind. Die Forscher sehen dabei mehrere Hauptfaktoren fürs Glück: Neben Einkommen und Gesundheit sind das etwa sozialer Support, Freiheit, Vertrauen und Grosszügigkeit.

Doch da ist mehr: SRF hat in Nordeuropa ein paar Eigenheiten entdeckt, die auf ihre ganz spezielle Weise zum Glück dieser Länder beitragen.

Island: Die Insel der starken Frauen

Es ist kein Zufall, dass Island laut WEF die globale Nummer eins in Sachen Gleichstellung ist: Als erstes Land der Welt hatte man hier eine direkt gewählte Präsidentin, und demnächst soll auch der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen passé sein.

Island befindet sich in einer besonderen Situation: Ein ganzes Land, mit allen Institutionen und aller Infrastruktur, muss für nur 350’000 Menschen aufrechterhalten werden. Das braucht viel Optimismus, was sich auch im nationalen Motto spiegelt: Þetta reddast. Zu Deutsch etwa: Das kommt schon gut.

Norwegen: Gemeinsam zum Erfolg

Geld macht nicht glücklich, aber es beruhigt. Das Sprichwort könnte gut aus Norwegen stammen, das im «World Happiness Report 2019» auf Platz drei rangiert. Gemessen am Pro-Kopf-Einkommen sind die Menschen hier nämlich ähnlich reich wie in Luxemburg oder in der Schweiz – also top.

Ganz oben auf dem Podest steht die Fünf-Millionen-Nation auch in Sachen Olympia: Mit Ausnahme von Liechtenstein hat kein anderes Land pro Kopf mehr Medaillen gewonnen. Der Erfolg stützt sich nicht zuletzt auf die in Norwegen weit verbreitete Freiwilligen-Arbeit. «Dugnad» sagt man dort dazu.

Dänemark: Gemütlichkeit mit Stil

Da ist doch etwas faul im Staate Dänemark? Kaum. Der berühmte Spruch aus Shakespeares «Hamlet» trifft die Realität im aktuell zweitglücklichsten Land der Erde jedenfalls nicht: Die Dänen haben ein sehr hohes Vertrauen in ihre staatlichen Institutionen.

Und in Sachen Bürgerservice setzt das Land auch immer wieder neue Standards, etwa mit dem «Dokk1» in Århus, der grössten Bibliothek Skandinaviens. Hier können die Menschen nicht nur Bücher lesen, sondern auch praktisch alle Behördengänge erledigen – in einem Ambiente, das durch schlichte nordische Ästhetik besticht.

Dänisches Design hat die Welt der Möbel längst erobert, mit einem simplen Rezept: Wohlfühlen muss man sich. Wie bei einem gemütlichen Treffen mit Freunden weit weg vom Arbeitsstress. «Hygge» heisst das in Dänemark.

Finnland: Dank Weitblick Nummer eins

Das glücklichste Land der Welt, schon zum zweiten Mal in Folge, ist laut der UNO-Studie Finnland. Überraschend für viele im Rest der Welt: Die Finnen gelten gemeinhin ja eher als melancholisches Volk. Lange, dunkle Winter gehen nicht spurlos an den Menschen vorbei – die Kehrseite davon sind allerdings fast endlosen Sommertage: Dann geniessen finnische Kinder ihre Sommerferien, durchaus verdient – schliesslich gehören die Schüler hier laut Pisa-Studie zu den besten der Welt.

Nicht nur das Schulsystem, auch die Gesundheits-Versorgung gilt als vorbildlich, insbesondere für Kinder. Diese beginnt schon vor der Geburt: Jede werdende Mutter bekommt ein Paket im Wert von mehreren hundert Euro geschenkt, mit allem was ein Baby im ersten Jahr braucht. Die Kinder sind Finnlands grösstes Glück – und die Zukunft, die «Tulevaisuus».

Die Schweiz: Der Blick von aussen

Und was macht uns in der Schweiz glücklich? Immerhin liegt unser Land derzeit auf Platz sechs im «World Happiness Report». Statt selber in der Schweiz nachzufragen, beauftragte SRF die finnische Journalistin Kristiina Markkanen, aufzuzeigen worin das Glück der Menschen liegt.

Der Blick von aussen überrascht: Unter anderem machen Marroni und Museen die Schweiz zu einem «happy place».

Hier könnte Ihr Bild sein

Was bedeutet für Sie ein Glücksmoment in der Schweiz? Teilen Sie die Bilder unter #10v10 auf Instagram oder Twitter. Mit etwas Glück publizieren wir Ihr Bild am Ende dieser Woche.

Ob in der Vulkan-Landschaft Islands, den finnischen Wäldern oder in den Schweizer Bergen: Letztlich findet jeder Mensch sein Glück auf seine Weise.

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23 Kommentare

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  • Kommentar von martin blättler  (bruggegumper)
    In Schweden mag das in Bullerbü gelten,in den diversen
    NoGoareas in den Grossstädten dürfte die Sache anders aussehen.
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  • Kommentar von Leo Carena  (Leo Carena)
    Zu Finnland (wo ich seit über 40 Jahren lebe und mich auskenne). Finnland hatte unlängst noch eine sog. Nation Branding-Kommission unter Leitung des ex-Regierungschefs Alexander Stubb. Finnland lädt derzeit ausländische Blogger und Bloggerinnen auf Staatskosten (Kost und Logis) eine Woche ins Land ein, und hofft als kleine Gegenleistung auf wohlwollende Berichterstattung in den Medien, zu denen diese Zugang haben. Beide Aktionen sind bisher sehr erfolgreich gewesen. Alles klar?
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  • Kommentar von Beat Kessler  (KLERUS)
    Eines haben diese Länder auch gemeinsam, man zahlt dort sehr viele Steuern. Und diese Steuern sorgen für soziale Absicherung und für vieles mehr. Mit freundlichen Grüßen
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