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Explosion von Nashville Polizei hatte Gefährdungshinweis auf Wohnmobil-Bomber

Ein Polizeibericht bringt die Behörden in Nashville in Eklärungsnot – die Ex-Freundin des Bombers hatte vor ihm gewarnt.

Die Polizei der US-Stadt Nasvhille hat im vergangenen Jahr Hinweise auf eine mögliche Gefährdung durch den späteren Bomber von Nashville erhalten.

Die damalige Freundin des Mannes sagte Beamten am 21. August 2019, dass dieser in seinem Wohnwagen Bomben baue, wie aus einem Polizeibericht hervorgeht. Die Polizei veröffentlichte das Dokument am Mittwoch, nachdem mehrere Medien darüber berichtet hatten.

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Aus dem Archiv: FBI geht bei Bombenvorfall von Vorsatz aus
Aus Tagesschau vom 25.12.2020.
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Bombenbauer liess Polizisten nicht hinein

Nach Angaben der Polizei hatten die Beamten die Frau aufgesucht, weil sie gegenüber ihrem Anwalt Suizid angedroht habe. Nach ihrer Warnung mit Blick auf ihren Freund und späteren Bomber von Nashville fuhren Polizisten zu dessen Haus, der jedoch nicht die Tür geöffnet habe.

Aus dem Polizeibericht geht hervor, dass die Beamten im Garten des Mannes das Wohnmobil entdeckt hätten, aber nicht hineinsehen konnten, weil es eingezäunt war. Auf dem Grundstück seien zudem mehrere Sicherheitskameras installiert gewesen.

Auch FBI hatte keine Hinweise

Die Behörde teilte nun mit, es habe «zu keinem Zeitpunkt» Hinweise auf ein Verbrechen gegeben. Entsprechend seien auch keine Massnahmen ergriffen worden.

Nach dem Polizeieinsatz seien Informationen über den Verdächtigen an das FBI übermittelt worden, wo allerdings nichts gegen den Mann vorgelegen habe. Noch am Wochenende hatte es geheissen, dass der 63-Jährige der Polizei nicht als Verdächtiger bekannt gewesen sei.

Verheerende Explosion im Zentrum von Nashville

Der Mann hat am 25. Dezember sein Wohnmobil im Zentrum Nashvilles in die Luft gejagt. Er kam dabei ums Leben. Die Explosion richtete grossen Sachschaden an, zudem wurden mehrere Menschen verletzt.

Hätte der Bomber die Anwohner nicht vor der Explosion gewarnt, hätte es nach Einschätzung der Ermittler mehrere Todesopfer gegeben. Das Motiv für die Tat ist weiter unklar.

SRF 4 News, Nachrichten vom 31.12.2020, 04:00 Uhr;

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4 Kommentare

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  • Kommentar von David López Garcia  (David López)
    Wiederspiegelt halt die Ausbildung und Kompetenz der US-Polizei wieder. Die Ausbildung ist vergliechen zu der in europäischen Ländern kurz und die Polizisten werden auch nicht deeskalierend geschult.

    In den US sitzen auch überproportional viele psychisch kranke in den Gefägnissen als z.B. bei uns. Wenn auf Menschen mit Autisimus oder Down Syndrom geschossen wird, merkt man, dass es der US-Polizei an feinfühligkeit fehlt.
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    1. Antwort von Urs Müller  (Jackobli)
      Stimmt grundsätzlich schon, im genannten Fall war es wohl schon etwas schwierig.
      Ausser dem Hinweis der offenbar auch nicht wirklich fitten Frau, gab es gemäss Beschreibung keinen Grund, den Mann zu verdächtigen.
      Aber ich habe mir auch gedacht, wäre das kein Weisser, sondern ein Schwarzer oder gar ein Moslem gewesen, hätte die Polizei eventuell anders gehandelt. Aber das ist jetzt eine Unterstellung…
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    2. Antwort von Daniel Bucher  (DE)
      Die USA sind eben auch ein Rechtsstaat in welchem die Polizei nicht ohne Durchsuchungsbefehl Häuser durchsuchen darf.
      Und zu Europa: Praktisch bei jedem Attentäter der letzten Jahre hiess es: „Der Täter war der Polizei bekannt aufgrund früherer Taten oder als Gefährder.“
      Und noch zur Entlastung der US Polizisten: Diese haben einen extrem gefährlichen Job. In Europa werden im Vergleich zu den USA viel weniger Polizisten von Kriminellen erschossen.
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    3. Antwort von Jörg Frey  (giogio)
      Herr Bucher, was soll ihr Beitrag? Wenn zum Glück kein Polizist zu tote kommt, dann ist und bleibt das bei null, denn null mal eine Zahl ergibt eine Null, ganz einfach!
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