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Nachfrage nach Versuchsaffen steigt
Aus Tagesschau am Vorabend vom 16.05.2021.
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Folge der Corona-Pandemie Der Forschung könnten die Versuchsaffen ausgehen

  • Forschende befürchten als Folge der Corona-Pandemie einen Engpass bei der Beschaffung von Affen für Tierversuche.
  • Ein entsprechender Mangel könnte einen negativen Einfluss auf die Zulassung neuer Medikamente und Impfstoffe haben, befürchten Experten.

Für den in Europa und den USA beklagten Mangel an Versuchsaffen gibt es zwei Gründe: Zum einen ist wegen der Suche nach Impfstoffen und Medikamenten gegen Corona der Bedarf an Versuchsaffen gestiegen.

Zum anderen hat China – das die meisten Tiere für Forschungseinrichtungen züchtet und exportiert – in Folge des Corona-Ausbruchs im Januar 2020 den Wild- und Versuchstierhandel gestoppt und somit auch den Affenhandel mit dem Ausland unterbunden.

Corona hat in Sachen Forschung auch ihre gute Seite

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Auf der einen Seite ist der Bedarf an Versuchsaffen durch die Covid-19-Pandemie gestiegen. Auf der anderen Seite gilt laut Experten aber auch: Corona hat die Entwicklung alternativer Methoden zu Tierversuchen befeuert.

So arbeiten zahlreiche Forscher aktuell an künstlichen Organmodellen, Computersimulationen und bildgebenden Verfahren, um im Kampf gegen das Virus voranzukommen.

Dass alternative Forschungsmethoden schon heute die Untersuchungen von Immunsystemen lebender Organismen vollständig ersetzen könnten – so weit sei man laut Experten allerdings dann doch noch nicht.

Alle Corona-Impfstoffe an Affen getestet

Ein mögliches Manko an Versuchsaffen könnte Konsequenzen haben für die Zulassung neuer Medikamente und Impfstoffe, sagt etwa der Direktor des Deutschen Primatenzentrums. Gewisse Studien könnten nicht mehr durchgeführt werden, erklärte er gegenüber der Nachrichtenagentur DPA.

Versuche an Affen sind hoch umstritten, aus Sicht der Forschung und insbesondere der Corona-Forschung aber unverzichtbar; alle bislang zugelassenen Impfstoffe gegen Covid-19 wurden auch an Affen getestet.

SRF 4 News, 16.05.2021, 10 Uhr;

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21 Kommentare

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  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Schwangeren Affen werden Arzneimittel oder Chemikalien gespritzt oder – oftmals täglich – in den Magen gepumpt, um die Auswirkungen auf den Nachwuchs zu prüfen Totgeburten und Missbildungen sind die logische Konsequenz dieser Verfahren.
    Bei Infusionen, die über einen längeren Zeitraum hinweg verabreicht werden, werden die Affen in Primatenstühlen fixiert. Wer überlebt, wird andere Experimente missbraucht. Der Mensch entscheidet: Du hast ausgedient. Ein unvorstellbarer Horror - Tierquälerei
  • Kommentar von Hans-Ulrich Rechsteiner  (Weitgereister)
    Wenn die Wissenschafter glauben solche Tierversuche seien unerlässlich können sie doch die Experimente gleich bei sich selbst durchführen. Oder sind diese Wissenschafter mehr wert als die Tiere?
    1. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Herr Rechsteiner: Da kann ich Ihnen mal wirklich voll zustimmen!! Das ist ein ausgezeichneter Kommentar und trifft den Nagel voll auf den Kopf! Danke!
  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Entzug, Isolation und Leid: Das Leben der Tiere im Versuchslabor. Im Labor werden sie einzeln eingesperrt. Dort gibt es nichts als kalte Metallkäfige, Angst und jahrelange Einsamkeit, die bei vielen Tieren Depressionen auslöst und sie letztendlich in den Wahnsinn treibt. Die Tiere müssen grausame Versuche ertragen. Sie werden mit Krankheiten infiziert, mit denen sie normalerweise nie in Berührung kommen würden. Man pflanzt ihnen Drähte ins Gehirn, zertrümmern ihr Rückgrat und vieles mehr.