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Fragen und Antworten rund ums Sackgeld
Aus Espresso vom 25.03.2021.
abspielen. Laufzeit 05:13 Minuten.
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Fragen rund ums Sackgeld «Taschengeld zur Bestrafung zu streichen, ist nicht sinnvoll»

Den Umgang mit Geld können schon Erstklässler üben. Wichtig ist, dass sie frei über ihr Sackgeld verfügen können.

Wer früh lernt mit Geld umzugehen, der sollte eigentlich später als Erwachsener weniger Probleme mit seinen Finanzen haben. Das SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» hat Sabrina Wachter, Expertin für Finanzkompetenz bei der Pro Juventute, deshalb Fragen rund ums Taschengeld gestellt.

SRF: Sabrina Wachter, ab welchem Alter ist Sackgeld sinnvoll?

Sabrina Wachter: So ab der ersten Klasse, wenn die Kinder rechnen können.

Und wie viel Sackgeld sollen die Eltern geben?

Laut Richtlinien der Schweizer Schuldenberatungen ist in der 1. Klasse ein Franken pro Woche sinnvoll. In der zweiten Klasse zwei Franken und so weiter. Bei älteren Kindern kann das Geld auch monatlich ausbezahlt werden.

Wenn das Kind nicht gehorcht, ist es sinnvoll, als Strafe das Taschengeld zu streichen?

Wir raten davon ab, weil es meist keinen Zusammenhang gibt zwischen einem Fehlverhalten und dem Taschengeld. Der Lerneffekt ist damit klein.

Soll das Taschengeld an die Mithilfe im Haushalt gekoppelt werden?

Nicht unbedingt. Mithilfe im Haushalt, wie zum Beispiel das TellerAbräumen, soll nicht bezahlt werden, sondern als Beitrag zum Zusammenleben gewertet werden. Wenn jetzt aber ein Kind beispielsweise den Rasen mäht, kann es sich damit einen Extra-Batzen verdienen.

Und was ist, wenn das Kind das ganze Sackgeld in Süssigkeiten oder in virtuelle Spielfiguren von Computer-Spielen investieren will. Sollen die Eltern intervenieren?

Es ist wichtig, dass das Kind am Anfang den Rahmen kennt, wofür das Taschengeld gedacht ist und wofür nicht. In diesem Rahmen sollte das Kind frei entscheiden können, für was es sein Geld ausgibt. Also auch für Süssigkeiten oder Computer-Spiele. Die Eltern sollen dem Kind aber sagen, dass sie dies nicht gut finden und Alternativen vorschlagen.

Eine Hörerin hat über Facebook geschrieben, dass ihr Sohn beim «Monopoly» spielen realisiert habe, wie viel das Leben kostet...

Das ist eine gute Möglichkeit. Es gibt einige gute Spiele, in denen man den Umgang mit Geld üben kann. «Ciao Cash» zum Beispiel. Man kann die Kinder aber auch in Geld-Entscheidungen innerhalb der Familie miteinbeziehen. Zum Beispiel wohin man in die Ferien geht und was man dort für Ausflüge macht.

Espresso, 24.03.2021, 08:13 Uhr

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Lily Mathys  (Alle vergeben)
    Ich bin überrascht, warum beim Teller abräumen intrinsische Motivation, aber beim Rasen mähen extrinische Motivation gefördert werden soll. Kinder müssen lernen, dass es im Leben nix gratis gibt. Wir sammelten damals kiloweise Maikaefer, damit wir 50Rp/kg erhielten. Oder ich ging mit 4 Hunden Gassi (gilt) heute als Beruf. Leider gibt es diese Möglichkeiten nicht (kaum) mehr für Kinder. Credo bleibt: niemand schenkt dir Geld und Manieren (wie Teller wegräumen) bringen Erfolg.
  • Kommentar von Bruno Müller  (Krötenprinz)
    Die Verfügungsgewalt über das Taschengeld gehört dem Kind! Zudem sollte das Taschengeld stets der Inflation angepasst werden. Ein "Cola-Frosch" kostete in meiner Kinderzeit noch 10 Rappen, ein Wasserglacé namens "Rakete" 40 Rappen... :-))
  • Kommentar von Stephan Baumann  (Stephan Baumann75)
    Viel wichtiger als ob es das Sackgeld gegen Arbeit gibt und ob es mal gekürzt wird bei Falschverhalten oder nicht, ist wohl was die Eltern vorleben. Wie wichtig sind Konsumgüter? Statussympbole? Markenkleider?Wächst der Selbstwert des Vaters mit dem teuren gelaesten BMW? Hängt das Wohlbefinden der Mutter am neuen Handtäschchen?