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19 verschiedene Schweizer Gamestudios, im Vordergrund drei rote Würfel mit einem gamifizierten Schweizerkreuzlogo.
Legende: Die Schweizer Delegation vor dem Swissgames-Pavillon an der GDC. Pro Helvetia / Riccardo Ferraris
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Game Developer's Conference GDC: Kleine Schweiz ganz gross an wichtigster Game-Messe

Die Schweiz mag klein sein, doch die diesjährige Delegation, die an der wichtigste Branchenmesse der Game-Industrie teilnimmt, kann sich mit der von anderen grossen Playern wie Frankreich und Kanada messen. Ganze neunzehn Schweizer Gamestudios nehmen an der Game Developer's Conference (GDC) teil, wie die Kulturstiftung Pro Helvetia in einer Medienmitteilung schreibt. Die grösste Delegation seit 2011, als Schweizer Studios zum ersten Mal die GDC besuchten.

Dieses Jahr präsentieren die Entwickler zum ersten Mal ihre Games in einem eigenen Pavillion. Doch die GDC ist weniger eine Konsumentenmesse, vielmehr richtet sie sich an Branchenvertreter; sie ist das jährliche Stelldichein der Game-Industrie. Die Schweizer Delegation reist also auch nach San Francisco, um beispielsweise Kontakte zu knüpfen, ihre Games einem internationalen Publikum vorzustellen oder einen Vortrag zu halten.

Gamen für die Wissenschaft

Attila Szantner ist zwar nicht Teil der Schweizer Delegation, präsentiert jedoch an einem Vortrag sein Projekt MMOS, Massively Multiplayer Online Science. MMOS stellt sozusagen die Schnittstelle zwischen Games und der Wissenschaft dar. Indem Spieler in Games eingebaute Puzzles lösen, tragen sie gleichzeitg und spielerisch zur wissenschaftlichen Forschung bei. Das Game «Eve Online» setzt dieses Vorhaben von MMOS bereits um. Spieler analysieren darin Zellstrukturen von Aliens – und helfen gleichzeitig der Wissenschaft, menschliche Proteine zu klassifizieren.

Hoher Frauenanteil und Auszeichnungen

Was an der Delegation jedoch besonders ins Auge sticht: Im Gegensatz zu der sonst sehr männlich dominierten Game-Industrie besteht die Delegation mehrheitlich aus Entwicklerinnen oder Game-Studios, die von Frauen geführt werden. Und: Auffällig viele sind für Auszeichnungen nominiert oder haben welche gewonnen.

Der Erfolg Schweizer Games ist verschiedenen Faktoren zu verdanken. Zum einen fördert die Kulturstiftung Pro Helvetia seit 2010 die nationale Game-Entwicklung. Zum anderen bilden verschiedene Institutionen wie die Zürcher Hochschule der Künst (ZHdK) oder die Genfer Haute école d'art et de design (HEAD) Game-Entwicklerinnen und -Entwickler aus. Trotz des Erfolges bleibt die Schweiz ein hartes Pflaster für kleine Gamestudios, wie der Bundesrat in einem Bericht 2018, Link öffnet in einem neuen Fenster festhält.

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