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Gewaltiges Naturphänomen Touristen sitzen wegen Vulkan auf Bali fest

  • Aus Sicherheitsgründen haben die Behörden in der Nacht auf Freitag den internationalen Flughafen in der Inselhauptstadt Denpasar sowie zwei weitere nahegelegene Flugplätze geschlossen.
  • Am Nachmittag (Ortszeit) nahm der Flughafen in Denpasar etwas früher als angekündigt den Betrieb wieder auf.
  • Die anderen sollen am frühen Abend wieder öffnen, wie ein Sprecher der Nationalen Katastrophenschutzbehörde mitteilte.

Bereits am Donnerstag waren aufgrund der Aktivität des Vulkans für 8000 Passagiere die Flüge ausgefallen. Die Touristen nützten das Naturschauspiel aber auch für Selfies.

Touristen posieren vor Vulkan. Guide schiesst ein Foto.
Legende: Erinnerungsfoto mit gewaltigem Hintergrund: Touristen lassen sich in einem Ressort auf Bali ablichten. Reuters

Der Mount Agung im Osten der Insel ist seit Monaten aktiv. Seit Mittwoch steigen aus dem gut 3000 Meter hohen Berg Aschewolken bis zu 2,5 Kilometer in den Himmel, wie Behördensprecher Sutopo Purwo Nugroho sagte. «Sicherheit bleibt der Hauptgrund für die Entscheidung, die Flughäfen zu schliessen», betonte er.

Legende: Video Drohnenflug zum Vulkan Agung auf Bali abspielen. Laufzeit 00:21 Minuten.
Aus News-Clip vom 29.06.2018.

Katastrophe blieb bislang aus

Die Alarmstufe beliessen die Behörden aber auf dem zweithöchsten Niveau. Das Gebiet im Umkreis von vier Kilometern rund um den Vulkan gilt als Gefahrenzone.

Seit Monaten hält der Agung die Menschen auf Bali mit kleineren und mittleren Eruptionen in Atem, die befürchtete Katastrophe blieb bislang jedoch aus. Die letzten tödlichen Eruptionen des Agung hatten sich 1963 und 1964 ereignet, damals kamen etwa 1200 Menschen ums Leben.

Mehr als 120 aktive Vulkane

Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde, auf der verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander treffen.

Dort kommt es besonders oft zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen. Allein in Indonesien gibt es mehr als 120 aktive Vulkane.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Thomas Käppeli (Tokapi GT)
    Na ja, selbst wenn es sich um eher seltene Vorkommnisse handelt, muss in Ländern mit tätigen Vulkanen mit solchen Unannehmlichkeiten gerechnet werden. Als am 3. Juni hier in Guatemala der volcán de Fuego ausbrach, erreichte der Ascheregen auch die rund 40 km Luftlinie entfernte Hauptstadt. Aus Sicherheitsgründen schlossen die Behörden ebenfalls den internationalen Flughafen La Aurora für ein paar Stunden. Lieber etwas später, als gar nie mehr nach Hause kommen.
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