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Panorama Gewitter bringen Abkühlung

Die zweite Hitzewelle dieses Sommers verabschiedet sich mit heftigen Gewittern. Dank diesen Gewittern werden die Temperaturen ab morgen wieder erträglicher. Am Freitag ist es dann auch nicht mehr länger schwül.

An vielen Orten in der Schweiz hat es heute heftige Gewitter gegeben – starker Regen, Hagel und Böen inklusive. Damit ist die zweite Hitzewelle dieses Monats zu Ende gegangen. In Glarus tobte der Wind gar in Orkanstärke.

Das «normale» Sommerwetter kommt zurück

Die Gewitter bringen aber nicht nur Hagel und Regen mit sich, sondern zugleich eine lang ersehnte Abkühlung: Heute Mittwoch war der letzte Tag, an dem es über 30 Grad heiss war. Zumindest in den nächsten Tagen bewegen sich – je nach Lage – die Temperaturen eher um die 25 Grad.

Wer auf ein Ende der schwül-heissen Tage hofft, muss sich allerdings bis Freitag gedulden: Erst dann ist es wieder weniger feucht. Obwohl es morgen Donnerstag weniger heiss ist, dürfte es nochmals ein schwüler Tag werden.

Die Kaltfront hatte einen stürmischen Auftritt: Den Jura erwischte es bereits am frühen Nachmittag. Hagelgewitter zogen vom Berner Jura weiter Richtung Nordwestschweiz, wie SRF Meteo mitteilte. Später entwickelten sich auch im Berner Oberland und in der Zentralschweiz Gewitter.

Den Napf erwischte es besonders

Eine besonders starke Gewitterzelle machten die Meteorologen von SRF Meteo beim Napf, in der Region Huttwil, Willisau, Wolhusen aus. Dort kamen grosse Regenmengen zusammen. Vor allem der Bach Luthern dürfte angeschwollen sein, heisst es in der Mitteilung. Auch im Freiburger Greyerzerland regnete es stark. In der dortigen Gemeinde Marsens kamen gemäss MeteoNews 66 Millimeter Regen zusammen.
In Glarus tobte der Wind in Orkanstärke von 119 Kilometern pro Stunde. MeteoNews schreibt, in den kommenden Abendstunden werde es weitere kräftige Gewitter geben. Der Wetterdienst empfiehlt, Gartenmöbel, Sonnenschirme und Blumentöpfe wegzuräumen oder gut zu befestigen.

Ein Monat lang kein Regen

Mit dem einsetzenden Regen geht auch eine ungewöhnlich lange Trockenperiode zu Ende. Seit dem 22. Juni hat es nördlich der Alpen nicht mehr grossflächig geregnet. Die Trockenperiode hat damit genau einen Monat gedauert.

Kerzen verbeugen sich wegen der Hitze Richtung Boden
Legende: Selbst den Kerzen ist's zu heiss: Vor Hitze beugen sie sich Richtung Tisch. SRF Augenzeuge René Baiker

Wegen der anhaltenden Trockenheit herrschte in manchen Gegenden in der Schweiz höchste Waldbrandgefahr. Verschiedene Kantone hatten daher Feuerverbote erlassen. Die Kantone Baselland und Genf etwa verboten Feuer im Freien generell. Die Trockenheit liess zudem in Flüssen das Wasser knapp werden. In manch kleinen Bächen wurde es dadurch für die Fische gefährlich.

Armee springt ein

Dank zahlreicher Ausnahmen von den Verboten können zwar die meisten Bauern ihre Felder weiterhin bewässern. Mühe macht einigen aber offenbar die Versorgung des Viehs mit Wasser. Daher springt nun die Armee ein: Im Waadtland hat sie bereits damit begonnen, Wasserbecken aufzustellen und diese mit Schläuchen oder per Helikopter zu füllen.

Mittlerweile hat auch der Kanton Freiburg die Armee um Hilfe ersucht. Deshalb würden dort ab Donnerstag die existierenden Wasserstellen von sieben Bauernbetrieben per Helikopter mit Wasser gefüllt, teilte das Verteidigungsdepartement am Mittwoch mit.

Zudem baut das Katastrophenhilfebataillons 1 der Armee an einer schwer zugänglichen Stelle im Kanton Freiburg auf rund 1700 Meter über Meer ein Wasserbecken. Dieses wird ebenfalls per Helikopter mit Wasser aus regionalen Seen gefüllt.

Wie wird das Wetter?

SRF Meteo hält die aktuellsten Wetterinformationen bereit.

SRF Meteo hält die aktuellsten Wetterinformationen bereit.

Gewitter-Bilder

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Bea Schmid, Basel
    Einmal zu kalt, zu eisig, zu heiss, zu schwül, zu trocken, zu nass...zu wetterig...Es ist wunderbar, dass wir das Wetter nicht bestimmen können! Nehmen wir's wie's ist. Das ist gut so! Dieses Jahr sind nur 3 Pflänzchen von den Schnecken ratzeputz vernichtet worden-auch das ist gut so! Aufhören zu jammern-dieser Sommer ist der Hammer!
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    1. Antwort von b.kocher, zuchwil
      Dieser Sommer ist eine Tortur für Mensch und Natur. Aber viele Sommerfanatiker denken nicht weiter als bis zur eigenen Nasenspitze!
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    2. Antwort von Anna Bulcke, Dübendorf
      Sie denken also, dass es keinen Einfluss auf die Natur hat, wenn man Felder aus Bächen und Flüssen bewässtert und Wasser per Helikopter auf die Alp fliegt? Interessant.
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  • Kommentar von Reto v.Gunten, Thun
    Es wird auch jetzt nicht grossflächig regnen und die grossartig angekündigten Gewitter werden sich vielerorts wieder auflösen. Bei der "WeatherPro"-App schwinden die simulierten Regenmengen von Stunde zu Stunde, so war das jetzt den ganzen Sommer. Ich pfeife auf die Fortsetzung des "normalen Sommerwetters" – wir brauchen REGEN. Dass mein Kommentar da auch nichts hilft, ist mir schon klar.
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    1. Antwort von Mike Müller, Zürich
      Keine Angst, Regen hats bisher in der Schweiz noch immer gegeben. Wenn Sie einen Blick auf Kalifornien und dessen Dürreperioden werfen, wirkt unser Gejammer über zu wenig Regen schon fast lächerlich. Übrigens: Wenns viel regnet, ists ja auch wieder keinem recht, schon gar nicht den Bauern, aber das ist ein anderes Thema
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