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Die Feuerwehr ist in Katalonien im Grosseinsatz
Aus Tagesschau vom 27.06.2019.
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Glutofen Europa Waldbrände, mehr Notfälle und Gleisschäden bei der SBB

Die Hitzewelle hat Europa im Griff: In Spanien brennen Wälder, im Tessin überschreiten die Ozonwerte den Schwellenwert.

In Spanien sind Waldbrände ausser Kontrolle: Mitten in der Hitzewelle hat ein Brand tausende Hektaren Wald zerstört. Trotz des Einsatzes von hunderten Feuerwehrleuten und mehreren Löschflugzeugen ist das Feuer nach Behördenangaben weiter ausser Kontrolle. Hohe Temperaturen und starke Winde fachen die Flammen immer wieder an.

Karte Katalonien
Legende: Das Feuer wütet in der katalonischen Provinz Tarragona. SRF

Bis das Feuer gelöscht sei, könnten 20'000 Hektar betroffen sein, sagte der katalanische Innenminister. Er sprach vom schlimmsten Waldbrand in Katalonien seit 20 Jahren.

Auslöser war möglicherweise ein Misthaufen auf einem Bauernhof gewesen, der sich in der Gluthitze derart aufgeheizt hatte, dass er regelrecht explodiert ist und dabei Funken erzeugte.

Ein Feuer zerstört den Wald in der Provinz Tarragona.
Legende: Die Feuerwehr konnte den Brand und die starke Rauchentwicklung bisher nicht eindämmen. Keystone

In Griechenland lodert ein Buschbrand bei Athen: Auch in der Nähe des Hafens Lavrio im Osten der griechischen Hauptstadt Athen ist ein grosser Buschbrand ausgebrochen. Starke Winde und die langanhaltende Trockenheit erschweren die Löscharbeiten.

Wegen der starken Rauchbildung musste ein kleines Flüchtlingslager evakuiert werden.

In der Schweiz gibt es Gleisschäden wegen Hitze: Die grosse Hitze hat am Donnerstagnachmittag zwischen Bern und Bern Wankdorf ein Bahngleis verbogen. Eines der vier Gleise kann seither nicht befahren werden. Viele Pendler und andere Reisende mussten Umwege und Wartezeiten in Kauf nehmen. Die Dauer der Einschränkung ist noch unbestimmt.

In der Westschweiz ist der Bahnverkehr zwischen Genf und La Paine wegen der Hitze ebenfalls beeinträchtigt. Die S-Bahnzüge fallen aus und die übrigen Züge haben Verspätungen. Der Grund ist eine Gleisverwerfung zwischen Vernier-Meyrin und La Plaine, wie SBB-Sprecher Jürg Gross mitteilte.

Verkehrsinfos

Auf Tessiner Strassen gilt maximal Tempo 80: Der Südkanton begrenzt vorübergehend die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen auf 80 km/h. Das Geschwindigkeitslimit gilt für die A2 zwischen Chiasso und Taverne und auf der A394 zwischen Mendrisio und Gaggiolo. Die Hitze der vergangenen Tage und die starke Sonneneinstrahlung führten zu einer Verschlechterung der Luftqualität, begründen die Behörden ihren Entscheid.

Am schlechtesten war die Luft am Mittwoch in Chiasso: Dort lagen die Ozonwerte bei 296 Mikrogramm pro Kubikmeter (μg/m3) – der Schwellenwert liegt bei 240 μg/m3. Auch in Mendrisio wurden über 260 μg/m3 gemessen.

Die Autobahn A2 in Chiasso.
Legende: Auf der Autobahn A2 in Chiasso herrscht nun Höchstgeschwindigkeit 80. Keystone

In Schweizer Spitälern werden mehr Notfälle behandelt: Einige Notfallstationen haben vermehrt mit Herz-Kreislauf-Patienten zu tun. Vor allem ältere Menschen kämpfen mit Dehydrierung und anderen Hitzesymptomen. Dies zeigt eine Umfrage der Nachrichtenagentur SDA.

«Es gibt Patienten jeden Alters, die wegen der Hitze in den Notfall am Unispital Zürich kommen», sagt eine Sprecherin. Sie litten vor allem an Hitzeerschöpfung, also Schwäche, Schwindel oder Kreislaufkollapsen. Trotz einiger Notfälle beherzige die Bevölkerung die Ratschläge der Behörden. Sie tränken ausreichend und setzten sich nicht unnötig der Hitze aus.

In Frankreich werden Tiertransporte verboten: Das Landwirtschaftsministerium begründete den Entscheid damit, weil man wegen der Hitze die Tiere zurzeit nicht in Zügen und Lastwagen lassen könne. Das Verbot bleibt vorerst in Kraft. Man werde in der kommenden Woche neu entscheiden, erklärte der Landwirtschaftsminister.

In Frankreich wurden im südfranzösischen Département Ardèche 42 Grad gemessen. In Paris gab es erneut Fahrverbote wegen der hohen Ozonbelastung.

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22 Kommentare

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  • Kommentar von Ilse König  (königin)
    Es ist Zahltag angesagt, bequeme Energieverschwender! Mathematik und Physik sind Wissenschaften, auf deren Basis diese Vorkommnisse nachgerechnet werden können. So weiter machen? Wie auch immer, nur, die Erde braucht uns Menschen nicht.
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  • Kommentar von Marc Häsler  (HaeslerM)
    Hmm. Tessin... Wie sieht es denn mit den Elektroautos aus? Werde ich jetzt auch bestraft, obwohl ich beim Fahren kein CO2 Ausstosse?
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    1. Antwort von Hans Meier  (H-M)
      Ein elektro auto hat bei der herstellung schon mehr als genug CO2 produziert! Dazu kommen noch viele hoch giftige stoffe die für die bearbeitung der batterien gebraucht werden!!
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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Wenn ich zurückdenke an meine Schulzeit, traten solche Phänomene weniger häufig auf (von grösseren Waldbränden wurde bereits damals berichtet). Dies zeigt, dass die Klimaproblematik wirklich ernst zu nehmen ist. Dies müssen auch "Klimaleugner" einsehen. Es geht nicht um politische Abgrenzung gegen rechts oder links, wie es Klimaleugner oft tun - mit dem ausredehaften Hinweis auf Sozialismus oder sogar auf Stalin. Mehr Sorge zu tragen zur Natur, ist nicht nur Pflicht, sondern auch etwas Schönes.
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    1. Antwort von Marlies Artho  (marlies artho)
      U. von Känel ich habe mühe mit dem Wort Klimaleugner, wer sagt denn dass diejenigen der Klimabewirtschaftung alles richtig sehen.Denke jeder Mensch kann seinen Beitrag leisten,in dem man sich bewusst wird,dass weniger oft mehr Lebensqualität ist.Damals als in Thailand der Tsunami statt fand, sagten Wissenschaftler,dass sich in tiefen des Meeres die Erdplatte verschoben hat,was auch einen Beitrag zu einer Veränderung des Klimas führen kann. Denke es gibt mehrere Faktoren die das Klima verändern.
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    2. Antwort von Marlies Artho  (marlies artho)
      Fortsetzung war und bin immer noch der Meinung, dass die Natur stärker ist als wir Menschen. So werden wir von Katastrophen oft wachgerüttelt, durch Waldbrände, Überschwemmungen, Erdbeben usw.
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    3. Antwort von Stefano Simeone  (SteSi)
      Das Klima war schon immer im Wandel, werter Herr von Känel.
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    4. Antwort von Christoph Ungricht  (Christoph Ungricht)
      @Marlies Artho Interessant dass Sie den Wissenschaftlern beim Tsunami glauben aber beim antropologischen Klimawandel nicht.
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    5. Antwort von Mark Stalden  (Mark)
      Frau Artho. Der Tsunami fand nicht in Thailand statt.Es war 85 km vor der Nordwestküste der indonesischen Insel Sumatra.Thailand hatte geschätzte 7900 Tote,Sri Lanka 39000 und Indonesien 168000 es passierte also weit Weg von Thailand. Dass Plattenverschiebungen das Klima Beinflussen ist .....so wenig Wahr wie die Sonne der Hauptverursacher sei der Klimaerwärmung.
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    6. Antwort von Hans Meier  (H-M)
      Neuigkeiten verbreiten sich heute viel schneller als noch vor 20 Jahren! Dank internet ist die welt nur einen click entfernt!!
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    7. Antwort von Marlies Artho  (marlies artho)
      meine Beispiele sind für mich keine Glaubenssache Herr Ungricht. Was ich aber Glaube, dass wir Menschen uns viel zu wichtig nehmen, denn die Natur ist bestimmt stärker, als Menschen dies wahrhaben wollen.
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