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Epona-Kunden warten seit Monaten auf die Rückerstattung ihrer Tierarztrechnungen
Aus Espresso vom 23.12.2020.
abspielen. Laufzeit 02:49 Minuten.
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Grosse Verzögerungen Epona Tierversicherung: Monatelang kein Geld

Bei der grössten Schweizer Tierversicherung warten Kunden monatelang auf Geld.

Eine Tierversicherung ist dafür da, dass Krankheitsfälle oder grössere Operationen bei einem Haustier für die Besitzer nicht zum finanziellen Risiko werden. Doch Kundinnen und Kunden der grössten Schweizer Tierversicherung Epona warten seit Monaten auf die Rückerstattung ihrer Tierarztrechnungen.

Monatelang weder Geld noch Information

Eine Kundin aus dem Kanton Zürich, die jährlich rund 300 Franken Prämie zahlt, wartet seit Anfang August auf 1500 Franken. Bei einer Kundin aus Basel sind es acht Monate, die sie auf die Rückerstattung von 2000 Franken wartet. Dabei ist die Versicherung telefonisch und auch per E-Mail praktisch unerreichbar. Und beim SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» melden sich zig weitere Betroffene.

Einige Kunden machen sich auch Sorgen: Was ist, wenn ihr Tier in nächster Zeit einen grösseren Eingriff benötigt? «Wenn eine grössere Operation ansteht, die schnell mal mehrere tausend Franken kostet, müsste ich ein halbes Jahr auf das Geld warten. Und das wird schwierig», meint eine Ostschweizer Kundin, die jährlich mehr als 500 Franken Prämie bezahlt. Gerade in Zeiten von Corona können viele so viel Geld nicht einfach locker aus dem Ärmel schütteln.

Wir entschuldigen uns aufrichtig für diese Verzögerungen.
Autor: Markus WyssEpona

Was ist los bei der grössten Schweizer Tierversicherung?

Die Genossenschaft mit rund 35 Angestellten entschuldigt sich bei ihren Kundinnen und Kunden. Verwaltungsrat-Vize-Präsident Markus Wyss ist sich bewusst, dass die Situation derzeit inakzeptabel ist: «Wir entschuldigen uns aufrichtig für diese Verzögerungen. Das ist uns wirklich sehr unangenehm.» Offenbar ist die Tierversicherung zu schnell gewachsen und hat veraltete IT-Systeme, bei denen zu viel noch von Hand abgewickelt werden muss.

Wie viele Kunden betroffen und wie viele Fälle noch offen sind, will Markus Wyss nicht verraten. Man habe nun aber Massnahmen getroffen: mehr Unterstützung für die Schaden-Abwicklung und die Einführung eines neuen IT-Systems.

Härtefälle werden innerhalb von drei Wochen bearbeitet

Wer wegen der grossen Verzögerungen bei Epona in finanzielle Schwierigkeiten gerate, könne das per E-Mail melden. Dann werde der Fall in zwei bis drei Wochen erledigt, verspricht Markus Wyss gegenüber «Espresso». Bis im März 2021 sollten zudem alle offenen Fälle gelöst sein und die Kunden ihr Geld erhalten haben.

Espresso, 23.12.2020, 8.13 Uhr

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Heinz Hostettler  (Ich bin's)
    Das IT-System kann noch so alt sein, zum Kontakt aufnehmen bei Anfragen gibts Briefpost, Telefon oder eine Mailadresse die nicht mit dem IT-System zusammenhängt. Aber die Ausrede eignet sich für alle Branchen wenn man keine Lust auf antworten hat.
  • Kommentar von Esther Jordi  (ejejej)
    @SRF News
    Könnten Sie bitte in der Überschrift korrigieren: Nicht "GrosseN Verzögerungen", sondern "Grosse Verzögerungen". Danke.
    1. Antwort von SRF News Redaktion (SRF)
      @Esther Jordi Liebe Frau Jordi! Vielen Dank für den Hinweis. Wir haben soeben den Rechtschreibfehler korrigiert. Freundliche Grüsse, SRF News Redaktion
  • Kommentar von Charles Morgenthaler  (ChM)
    Für meinrn Hund habe ich eine KV bei der Mobiliar. Musste sie schon zweimal wegen Operationen in Anspruch nehmen. Hat beide Male prima geklappt. Die Rechnung (minus Selbstnehalt) wurde mir innerhalb weniger Tage unkompliziert vergütet. Kann ich nur empfehlen.