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Haustiere – lieb und teuer Für Katzen und Hunde werden keine Kosten gescheut

Katzen sind auch weitaus die beliebtesten Haustiere. Für ihre Lieblinge machen die Besitzer ihr Portemonnaie weit auf.

Legende: Video Katzen und Hunde – ein teures Hobby abspielen. Laufzeit 02:06 Minuten.
Aus Tagesschau vom 04.10.2018.

Katzen sind die beliebtesten Haustiere. 1,7 Millionen leben allein in der Schweiz – und die Besitzer lassen sich ihre Familienmitglieder auch eine ganze Stange kosten. 1,4 Millionen von ihnen haben regelmässig Zugang zu einem gefüllten Futternapf.

Und dieser Napf will täglich gefüllt sein. Die monatlichen Futterkosten belaufen sich laut dem Zürcher Tierschutz auf rund 35 Franken. Tierarzt oder Spielzeug sind da nicht eingerechnet. Bei einem Hund liegen die Kosten bei etwa 65 Franken pro Monat. Im Schnitt gibt jeder Haushalt pro Jahr 372 Franken für Haustiere aus. Tiermedizin, Biofutter, Nahrungsergänzungsmittel oder Luxus-Zubehör können die Kosten noch oben treiben.

Katzenleben kostet 20'000 Franken

Langfristig für das Tier sorgen heisst auch langfristig finanziell aufkommen. Das Vergleichsportal Comparis hat ausgerechnet: Eine Katze mit einer Lebenserwartung von 15 Jahren kostet rund 20'000 Franken im Unterhalt, und zwar ohne Tierarzt-Kosten.

Katzen kosten nicht nur, sie geben auch viel. Katzen gelten zwar als eigensinnig, doch sind sie auch bindungsfähig. Manche Besitzer machen die Tiere deshalb geradezu zum Beziehungsersatz.

Dort sieht Tierethikerin Angela Martin bei aller Tierliebe Grenzen. Und auch bei allem anderen, das dem Tierwohl zuwiderläuft: «Wenn man das Tier in einer zu kleinen Wohnung hält, den ganzen Tag ausser Haus ist oder wenn man dem Tier Zärtlichkeiten aufdrängt, die es nicht will.» Das Wohl des Tieres gelte es zu respektieren.

Legende: Video Tierethikerin Angela Martin: Das Wohl des Tieres gilt es zu respektieren. abspielen. Laufzeit 00:18 Minuten.
Aus News-Clip vom 04.10.2018.

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
    Nebst allen Vorteilen, die ein Haustier haben kann, und abgesehen von Todesfallen wie Netze, Flugobjekte, WKWs, Lichtsmog, Jagd usf, aufgrund von Umfragen der Vogelwarte Sempach, gabs in der CH 2008 knapp 1,4Mio Hauskatzen. Ca 1Mio haben Auslauf. Das müssen pro Jahr Mio Vogelopfer sein! Daneben ist auch Glas eine sehr grosse Gefahr für Vögel. 100'000e kommen allein in unserem Land jedes Jahr durch Glaskollision um. Viele Gebäude könnten vogelfreundlicher gebaut, viele Fallen entschärft werden.
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    1. Antwort von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
      Eben gelesen in Statista: Bestand an Ein- und Mehrfamilienhäusern in der Schweiz 2016: 989.098 Einfamilienhäuser und 456.752 Mehrfamilienhäuser, Tendenz zunehmend. Wenn also bei gegen 1.5 Mio Häuser pro Haus im Schnitt nur schon 1 Vogel mit Glas kollidiert, was für die meisten tödlich endet, sind das pro Jahr weitere 1.5 Millionen Opfer. Hinzu kämen dann wohl noch Mio Vögel, die an Firmen- oder Bürogebäuden, Treibhäusern, Wintergärten, Terrassenverkleidungen usw zu Tode kommen.
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  • Kommentar von Martin Tanner (mikado5034)
    "Tierethikerin..." - Natürlich klingt es hoch akademisch und, ach, so feinfühlig: "Ethikerin". Aber kriegt ein Journalist keinen vernünftig ausgewogenen Beitrag mehr hin zum Thema Haustiere? Muss für jedes Statement ein Experte seine Meinung äussern? Wird die ganze Story dadurch glaubwürdiger oder besser? Ach, Gottchen, ich frage einfach mal meine beiden Katzen und meinen Hund. Deren Meinung gebe ich mehr, als einem Experten.
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  • Kommentar von Anita Rusterholz (Anita Rusterholz)
    Ihr Katzenhasser liest mal nach, was die gefährlichsten Umweltgifte für unsere Vögel bedeuten. Das grosse Bienensterben hat auch mit dem Tod der Vögel zu tun! Wir leben durch die Gifte in einer bedrohten Umwelt. Nun soll die Katze an dieser tragischen Misere schuld sein - einfach nur tragisch euer Denken. Nochmals: „der Mensch ist der Teufel der Erde und die Tiere die geplagten Seelen - Schopenhauer“.
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    1. Antwort von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
      A.Rusterholz, vieles dezimiert unsere Vögel, auch Gifte >Insektensterben, Glas, Flugobjekte, Netze aller Art, Plastikmüll, Ausweitung der Wüstengebiete, Jagd, Lichtsmog, diese XXL-Vogel- und Fledermauskiller Windräder uvam, auch Katzen. Wenn bei 1 Million Freigänger jede Katze pro Jahr "nur" 2 Vögel killt, was wohl unterschätzt ist, sind das 2 Millionen Opfer pro Jahr. Und auch wenn viele es nicht mehr hören mögen, auch dieses Problem hat, wie fast jedes andere, mit Überbevölkerung zu tun.
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