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Hurrikan Laura trifft auf Land
Aus Tagesschau am Vorabend vom 27.08.2020.
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Hurrikan-Saison Wirbelsturm «Laura» hinterlässt Trümmerwüste

  • Schwere Schäden hat Hurrikan «Laura» an der US-Küste am Golf von Mexiko angerichtet und bewegt sich mit heftigen Winden weiter ins Landesinnere.
  • Die Zahl der Toten ist laut Behörden weiter angestiegen.

Die Wucht des Sturms deckte Dächer ab, riss Fassaden von Häusern weg und knickte Strommasten um. Meerwasser überflutete die Küste weit bis ins Landesinnere.

Mittlerweile gehen die Behörden von sechs Todesopfern aus. Vier von ihnen kamen ums Leben, weil Bäume auf Häuser stürzten, wie der Gouverneur des Staates Louisiana, John Bel Edwards, sagte.

Windgeschwindigkeiten bis 240 Kilometer pro Stunde

«Laura» war am Donnerstag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Kilometern pro Stunde auf das US-Festland getroffen. Eine Person war im Sturm auf einem Boot und ertrank, eine weitere starb an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung – ausgelöst durch einen Notstrom-Generator, wie die Behörden in Louisiana mitteilten.

Total zerstörte Fabrik
Legende: Ganze Fabrik-Gebäude wurden durch den Sturm dem Erdboden gleich gemacht. Keystone

Das Stromnetz habe erheblichen Schaden genommen, sagte Edwards, er machte aber zugleich klar, dass die Behörden insgesamt ein schlimmeres Szenario befürchtet hätten. «Es ist klar, dass wir keinen absolut katastrophalen Schaden erlitten haben.» Das Leben Abertausender Menschen sei jedoch auf den Kopf gestellt worden.

Trump kündigt Besuch an

US-Präsident Donald Trump kündigte beim Besuch der Zentrale der Katastrophenschutzbehörde Fema an, dass er wahrscheinlich am Wochenende in die betroffenen Gebiete fahren wolle.

Ein Pfeifton sei zu hören gewesen, als der Hurrikan über Sulphur in Louisiana zog, schrieb der Hurrikan-Jäger Josh Morgerman in den frühen Morgenstunden auf Twitter. Auf einem seiner Videos ist zu sehen, wie der Sturm die Regenmassen vor sich her peitscht – im Licht einer Strassenlaterne sieht das aus wie schnell ziehende Nebelschwaden. Menschen wie Morgerman begeben sich ungeachtet der Warnungen in die unmittelbare durch Stürme verursachte Gefahr.

Wie «ein dröhnendes Düsentriebwerk»

Die Behörden hatten zuvor Hunderttausende Menschen angewiesen, sich in Sicherheit zu bringen. Je näher der Sturm mit zunehmender Stärke der US-Küste am Mittwoch gekommen war, desto eindringlicher wurden die Warnungen. «Gehen Sie jetzt in Deckung», schrieb das Nationale Hurrikanzentrum schliesslich. Es handle sich um eine «lebensbedrohliche Situation».

Der Hurrikan klinge wie «ein dröhnendes Düsentriebwerk», beschrieb ein Reporter des Fernsehsenders CNN die Situation in Lake Charles (Louisiana). Der Hurrikan habe selbst die stabilsten Gebäude erzittern lassen, Glasscherben seien durch die Luft geflogen.

Brand in Chemikalien-Fabrik

Im nahe gelegenen Westlake brannte am Donnerstag eine Chemikalien-Fabrik. Von der Polizei hiess es, es habe ein Chlorgasleck gegeben. Die Menschen mussten weiterhin in ihren Häusern bleiben. «Laura» schwächte sich über dem Festland am Donnerstag wie erwartet rasch ab, blieb aber weiterhin gefährlich.

Feuerqualm über einer Region
Legende: Beim Brand der Chemie-Fabrik in Westlake wurde laut Polizei Chlorgas freigesetzt. Keystone

Der Wirbelsturm hatte über ungewöhnlich warmem Meerwasser rasch an Kraft gewonnen und war am Mittwoch innerhalb weniger Stunden von Kategorie zwei auf Kategorie vier hochgestuft worden. Damit war «Laura» der erste sehr starke Hurrikan der Saison.

SRF 4 News, 27.08.2020, 9 Uhr;

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Lukas Gubser  (Mastplast)
    Man sieht einfach bei solchen Ereignissen dass wir hier in der Schweiz von Naturkatastrophen absolut keine Ahnung haben.
    Würde bei uns 1/4des Landes durch einen solchen Sturm plattgewalzt würde die öffentliche Ordnung zu 100% zusammenbrechen und Anarchie herschen. Und soll mir keiner kommen wir würden unsere Häuser so bauen dass sie dem wiederstehen, no way die Schäden wären zig mal teurer als bei dem Amis. Wir können schon von Glück reden von solchem verschont zu sein.
  • Kommentar von Michi Leemann  (mille)
    Beste Grüße vom Klimawandel bezüglich Stärke und Häufigkeit solcher Ereignisse.

    Dennoch gibt es einige Klimaleugner. Man möchte sich halt nicht eingestehen Teil des Problems zu sein. Denn danach müsste man ja sogar noch etwas in seinem Leben ändern. Deshalb und das im wortwörtlichen Sinn: Nach mir die Sintflut!
    1. Antwort von Alan Müller  (Alan Müller)
      Was verstehen Sie unter einem Klimaleugner? Könnte es sein, dass es sich um nüchterne Betrachter handelt, die einfach sehen, dass es in diesem Jahr zuvor weltweit noch keinen einzigen Hurricane mit Stärke 4 gegeben hat?

      Natürlich ist der Artikel sensationsgeil aufgebaut. Fakt ist aber, dass das Jahr bislang eine weit unterdurchschnittliche Hurricaneseason hatte und auch Laura bei weitem nicht an die letztjährigen Hurricanes herankommt.
    2. Antwort von Marti Müller  (Co2=Leben)
      Es gibt einen Klimawandel!
      Er ist natürlich, und nicht berechenbar..
    3. Antwort von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
      @Müller:Mich nimmt mal wunder was an diesem Artikel sensationsgeil sein soll?
    4. Antwort von Alfred Reist  (Fredi)
      Früher gingen viele Naturereignisse an der Bevölkerung vorbei. Heute ist alles und jeder Fleck überbaut und somit wirken sich diese Extremereignisse viel mehr aus und auch die Medien berichten heute über alles. Vielleicht sind wir einfach langsam zuviele Menschen auf diesem Planet ???
  • Kommentar von Beat Schneider  (Beat62)
    Wir fügen der Natur Schaden zu, und es zeigt sich wie klein und hilflos wir sind wenn Sie zurückschlägt.
    Dass Gewitter welches sich zum Beispiel am 16. August Abends über uns in der Region Emmental entlud war angsteinflössend und unheimlich. Da ist man einfach nur am warten und hoffen dass es bald vorüber ist.