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Ein kleiner Bach sorgt in Düdingen (FR) für Aufregung
Aus Schweiz aktuell vom 13.05.2022.
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Keine Aufhebung Grosser Wirbel um einen kleinen Bach in Düdingen (FR)

Manchmal kann beherztes Engagement und Zivilcourage der Bevölkerung einiges bewirken. Wegen dieses heftigen Widerstands krebst das kantonale Amt für Umwelt zurück. Wie «Schweiz aktuell» in Erfahrung bringen konnte, bieten die kantonalen Behörden jetzt Hand für eine pragmatische Lösung, welche das weitere Bestehen eines kleinen Bachs sichern soll.

Das kantonale Amt für Umwelt wollte einen kleinen Nebenlauf des Düdingerbachs zuschütten. Dies, weil es für den vor 200 Jahren künstlich angelegten Bach keine Konzession mehr gibt und weil er nicht mehr den Vorgaben des eidgenössischen Gewässerschutzgesetzes entspreche. Unter anderem soll die Restwassermenge für den Hauptlauf des Düdingerbachs reserviert sein. 

Blick auf den kleinen Bach.
Legende: Der Bach wurde vor über 200 Jahren errichtet – damit hat er auch eine kulturhistorische Bedeutung. SRF

Diese Argumente überzeugten die Anwohner des kleinen Bachs sowie weitere Teile der Düdinger Bevölkerung nicht. Sie wehrten sich vehement gegen die aus ihrer Sicht völlig unnütze und unnötige Aufhebung des beliebten Bachs. Sie äusserten ihren Unmut in Leserbriefen in der Lokalzeitung «Freiburger Nachrichten», sammelten mit einer Petition Unterschriften gegen die Aufhebung des Bachs und reichten im Gemeindeparlament Vorstösse ein.  

Die Anwohner hoben dabei auch die kulturhistorische Bedeutung dieses kleinen Bachs hervor. Er wurde vor über 200 Jahren errichtet, um damit eine Mühle und später eine Schreinerei zu betreiben. Deshalb ist dieser Bach aus ihrer Sicht ein bedeutender Zeuge der Industrialisierung Düdingens, der auf jeden Fall erhalten werden müsse. 

Konkrete Lösung noch offen

Mittlerweile anerkennen die kantonalen Behörden die kulturhistorische Bedeutung des Baches. Das Bundesgesetz über den Schutz der Gewässer sieht vor, dass in Bezug auf die Restwassermengen die natürlichen Bachläufe Priorität geniessen. Das ist in diesem Falle der Düdinger Bach.

Damit dies gewährleistet werden kann, müsste der Nebenlauf des Düdinger Bachs nicht dauerhaft ausser Betrieb genommen werden. Es wäre auch möglich, den Nebenlauf nur in grossen Trockenperioden temporär ausser Betrieb zu nehmen. Das sagt Christophe Joerin, der Vorsteher des freiburgischen Amts für Umwelt. Die konkrete Ausgestaltung dieser möglichen Lösung ist noch offen.  

Anfang Juni treffen sich die kantonalen Behörden mit den Vertretern der Gemeinde Düdingen. An diesem Treffen sollen die Voraussetzungen für den weiteren Betrieb des kleinen Baches geklärt werden. Die Chancen, dass er auch weiterhin durch das Düdinger Unterdorf fliesst, stehen damit bedeutend besser als noch vor einigen Wochen.

Schweiz aktuell, 13.05.2022, 19:00 Uhr

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