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Mr. Corona der Schweiz: ein Porträt
Aus SRF News vom 20.04.2020.
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Krisenmanager über Kritik Ein Blick hinter die Fassade des Daniel Koch

Kurz vor seiner Pension musste er wichtige Entscheide treffen: Und erntet dafür Lob, aber auch scharfe Kritik.

Seit der Corona-Krise vergeht kaum ein Tag ohne den Delegierten des BAG für Covid-19 Daniel Koch in den Medien. Mit seiner ruhigen Art in diesen stürmischen Zeiten wird er für viele zur Kultfigur. Manche inszenieren ihn als Superstar.

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Deville bezeichnet Daniel Koch als Schweizer Held
Aus Puls vom 20.04.2020.
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Doch auch an harscher Kritik fehlt es nicht: Er und der Bundesrat seien falsch mit Daten umgegangen. Vor allem zu Beginn habe das BAG Corona verharmlost, habe zu spät gehandelt, die Experten nicht ernst genommen. Ausserdem seien Koch und das BAG digital nicht auf der Höhe. Auch Masken sind immer wieder ein kontroverses Thema.

Fehler gemacht

All die Kritik behindere ihn nicht in seiner täglichen Arbeit, sagte Daniel Koch zumindest noch vor wenigen Wochen. «Ich denke ich kann damit recht gut umgehen, das belastet mich nicht.»

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Krisenmanager Daniel Koch – Ein Blick hinter die Kulissen
Aus Puls vom 20.04.2020.
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In Krisenzeiten Ruhe zu bewahren, das hat Daniel Koch bereits beim IKRK in Kriegsgebieten gelernt, wo er vor seiner Zeit beim BAG 14 Jahre lang gearbeitet hat.

Im Rückblick auf die letzten Wochen sagt Daniel Koch, habe wohl niemand damit gerechnet, dass alles derart schnell geht und dass solch drastische Massnahmen nötig würden. Und er gesteht auch Fehler ein: «Wir sind uns im Team einig. Wir bereuen es, dass wir ganz am Anfang – da hat auch die WHO nichts dazu gesagt – keine Reisebeschränkung nach China verhängt haben. Das hätten wir wahrscheinlich machen müssen.»

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Daniel Koch räumt Fehler ein
Aus Puls vom 20.04.2020.
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Vieles auf den Kopf gestellt

Seit zwei Monaten ist in seinem Leben nicht mehr viel wie es war. So wird er etwa unterwegs häufig erkannt. «Die Aufmerksamkeit auf der Strasse ist schon sehr ungewohnt. Das ist sehr überraschend gekommen und gewöhnungsbedürftig», sagt Daniel Koch. «Das meiste ist angenehm, die Leute sind sehr freundlich und sehr nett. Sehr viele Leute bedanken sich.»

Zu seiner Lieblingsbeschäftigung, dem Canicross, kommt er nur noch selten. Bei diesem Geländelauf rennt er – verbunden mit seinen beiden Hunden Akira und Bundji – durch den Wald.

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Canicross: Daniel Kochs Lieblingssport
Aus Puls vom 20.04.2020.
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Seit dem 1. April ist Daniel Koch pensioniert. Doch mit einem Vertrag beim BAG bleibt er vorerst Corona-Krisenmanager. Wie lang er trotz Pensionierung noch weiter «Mr. Corona» sein will, lässt er offen. «Ich wäre auch froh – wie wahrscheinlich alle andern Schweizer – wenn es vorbei wäre.» Er hofft nur, dass es keine zwei Jahre mehr sein werden.

die nächsten Schritte

Puls, 20.04.2020, 21:05 Uhr

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83 Kommentare

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  • Kommentar von David Kummer  (Philidor)
    All die Besserwisser hier im Forum! Wären Sie auch Bessermacher? Wie würden Sie handeln in so einer Krise? Würde man Ihnen mehr vertrauen? Wären Ihre Entscheidungen vernünftiger?
    Oder sind Sie so unfair, dass Sie rückblickend kritisieren? Handlungen und Entscheidungen in der Vergangenheit mit dem heutigen Wissensstand kritisieren ist ziemlich einfach.
    Herr Koch und sein Team leisten meines Erachtens sehr gute Arbeit. Vielen Dank dafür.
    1. Antwort von Patrick Sifneos  (Trickpa)
      Was genau soll Herr Koch gut gemacht haben? Übrigens, Bezeichnungen wie "Besserwisser" für andersdenkender sind fehl am platz und destruktiv.
  • Kommentar von Rolf Hofer  (yes4ever)
    Immer wieder bestätigt sich, dass unvorhersehbare, schnell eintretende Gefahren die tief im Menschen verankerten Reaktionen hervorrufen. Es beginnt mit Staunen, Ratlosigkeit, Ruhe, Ungeduld, Beschuldigung Anderer, Besserwisserei, Angst um eigenes Hab und Gut (me first!), Geld....Geld....mein Geld.
    Schön, dass es in der Schweiz doch noch viele Menschen gibt, für welche das Wort Solidarität und deren Umsetzung am Anfang der "to do Liste steht", ohne dauernd sinnlose Kommentare zu verfassen.
  • Kommentar von Leonie Walter  (Leonie Walter)
    Übrigens sollte es immer so sein, dass wir uns die Hände gut waschen, nicht herausniessen und wenn wir krank sind, zu Hause bleiben. Dann wären wir alle gesünder und würden andere weniger anstecken.
    Nochmals zu meiner Frage: Wie lange soll das noch weitergezogen werden? Bis die Reproduktionszahl bei 0 ist? Dann wäre das neue Coronavirus für einen Moment in der Schweiz ausgerottet, doch die Menschen sind dann wirtschaftlich, psychisch und physisch alle am Boden…