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Das Manöver der «Osiris Rex» ist geglückt – die Bilder
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Manöver der «Osiris Rex» «Historisch»: Nasa-Sonde nimmt erstmals Probe von Asteroid

  • Die US-Sonde «Osiris Rex» hat erfolgreich ein mehrstündiges kompliziertes Manöver zur Entnahme einer Probe vom Asteroiden Bennu absolviert.
  • «Der Flugkörper hat all das gemacht, was er machen sollte», sagte Dante Lauretta, Chef-Wissenschaftler der Mission bei der US-Raumfahrtbehörde Nasa.
  • Bennu gilt als einer der gefährlichsten Asteroiden. Er könnte der Erde in gut 150 Jahren recht nahe kommen.

Jubel und Applaus im Kontrollzentrum der US-Raumfahrtbehörde Nasa: Beim Manöver hat «Osiris Rex» als erster US-Flugkörper eine Probe von einem Asteroiden entnommen. Sie soll in rund drei Jahren zurück zur Erde geschickt werden. «Ich kann nicht glauben, dass wir das hinbekommen haben. Das ist historisch, das ist wunderbar», sagte Dante Lauretta, Chef-Wissenschaftler der Mission.

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Grosser Jubel im Nasa-Kontrollzentrum
Aus News-Clip vom 21.10.2020.
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Nasa hofft auf 60 bis 2000 Gramm Gestein

Ob die entnommene Probe verwertbar sei und ausreiche, werde sich jedoch erst in den kommenden Tagen herausstellen, nachdem «Osiris Rex» weitere Daten zur Erde gesandt habe, sagte Lauretta. Die Nasa-Wissenschaftler hoffen auf etwa 60 bis 2000 Gramm Staub, Geröll und Gestein.

Die Sonde hatte ihren Platz in der Umlaufbahn des Asteroiden Bennu vorübergehend verlassen und sich ihm bis auf wenige Meter genähert. Mit einer Art Roboter-Arm namens «Tagsam» (Touch-And-Go Sample Acquisition Mechanism) berührte sie die Oberfläche des Asteroiden etwa fünf Sekunden lang und stiess dabei unter Druck gesetzten Stickstoff aus, um Probenmaterial aufzuwirbeln.

Nach dem Aufsaugen der Probe entfernte sich die Sonde wieder von Bennu und machte sich auf den Weg zurück in ihre Umlaufbahn. Die Nasa hatte das Manöver zuvor zweimal erfolgreich geprobt.

Ob die entnommene Probe verwertbar ist, wird sich in den kommenden Tagen herausstellen, wenn die ‹Osiris Rex› weitere Daten zur Erde sendet.
Autor: Dante LaurettaChef-Wissenschaftler der Mission

«Osiris Rex» war im September 2016 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral gestartet und rund zwei Jahre später bei Bennu angekommen. Seitdem umkreist die etwa sechs Meter lange und 2100 Kilogramm schwere Sonde (ihre Abkürzung steht für: Origins, Spectral Interpretation, Resource Identification, Security-Regolith Explorer) den Asteroiden und untersucht ihn mit ihren wissenschaftlichen Instrumenten und Kameras.

Asteroid Bennu – Gefahr für die Erde

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Der tiefschwarze Bennu, benannt nach einer antiken ägyptischen Gottheit, hat einen Durchmesser von rund 550 Metern und könnte der Erde in gut 150 Jahren recht nahe kommen. Auch wenn das Einschlagrisiko sehr gering ist, zählt die Nasa Bennu zu den gefährlichsten derzeit bekannten Asteroiden – und will ihn deshalb ganz genau erforschen.

Mission kostet rund eine Milliarde Dollar

Die Wissenschaftler erhoffen sich von der rund eine Milliarde Dollar teuren Mission Erkenntnisse über die Entstehung des Sonnensystems vor mehr als 4,5 Milliarden Jahren, denn Asteroiden sind Überbleibsel aus dieser Zeit.

2005 war die japanische Raumsonde «Hayabusa» auf einem Asteroiden gelandet. Sie brachte 2010 die ersten je gesammelten Bodenproben eines solchen Himmelskörpers zur Erde. Es gab noch weitere Flüge zu Asteroiden, doch keine weitere Sonde hat bislang Material zur Erde zurückgebracht.

SRF 4 News, 02.00 Uhr;

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Christoph Müller  (supernova-proxima)
    "Nach dem Aufsaugen der Probe entfernte..." Die Probe wurde nicht aufgesaugt. Wäre etwas schwierig im Vakuum. Gute Erklärung hier: https://www.asteroidmission.org/asteroid-operations/tagsam_head/
  • Kommentar von Jeanôt Cohen  (Jeanot)
    Die Wissenschaftler erhoffen sich von der rund eine Milliarde Dollar teuren Mission Erkenntnisse über die Entstehung des Sonnensystem. Viel, sehr viel Geld für ein bischen Hoffnung. Und wenn ich dann alle die Missionen und Erkenntnissen zusammen betrachten. Staunen ich über die abr Milliarden Gelder die ausgegeben worden. Und Stelle fest das die meisten Erkenntnissen mehr Theorien sind. Ob da das Verhältnis da noch gerechtfertigt ist?
    1. Antwort von Stefan von Känel  (Trottel der feinen Gesellschaft)
      Nun, Herr Cohen, das Geld wird ja nicht auf einem obskuren Altar verbrannt oder verpufft wirkungslos im All. Diese Investitionen fliessen in Form von Aufträgen und Arbeitsplätzen zurück in die Wirtschaftskreisläufe und geben zahlreichen Leuten ein Auskommen. Wenn dann der Zweck der Übung Erkenntnisgewinn ist, dann kann man wohl feststellen, dass Geld zumeist für Dümmeres ausgegeben wird.