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Letzte Frist für fehlbare Anbieter beim Roaming
Aus Espresso vom 12.07.2021.
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Neue Regeln fürs Roaming Konsumentenschutz zu Roaming: «Wir sind enttäuscht und hässig»

Nicht alle Telekomanbieter halten sich an die seit 1. Juli 2021 gültigen Regeln. Nun wird das Bakom aktiv.

Das revidierte Fernmeldegesetz sagt seit dem 1. Juli 2021 klipp und klar: Datenpakete müssen neu zwölf Monate gültig sein. Datenpakete dürfen nicht mehr nach 30 Tagen verfallen.

Was bisher gang und gäbe war, ist also nicht mehr erlaubt. Salt setzt sich aber über die Gesetzesänderung hinweg und verkauft weiterhin Datenpakete mit einer Gültigkeit von nur einem Monat.

Salt schreibt: «Diese kleineren und günstigeren Pakete entsprechen einem Kundenbedürfnis und werden von Kunden genutzt, die nur kurz oder selten ins Ausland reisen. Wir sind diesbezüglich in Kontakt mit dem BAKOM und möchten das aktuell nicht weiter kommentieren.»

Das BAKOM schreitet ein

Das Bundesamt für Kommunikation BAKOM will gegenüber «Espresso» auf einzelne Unternehmen nicht eingehen. Ein Sprecher sagt aber, man werde die fehlbaren Anbieter in den nächsten Wochen verwarnen und eine Frist zur korrekten Umsetzung der neuen Regeln setzen.

Halten sich die Anbieter nicht an diese Frist, wird das BAKOM auch Bussen aussprechen, bestätigt der Sprecher dem SRF-Konsumentenmagazin «Espresso». Allerdings: Für die Sommerferien reicht es nicht mehr.

Salt auf ganzer Linie nicht sehr konsumentenfreundlich

André Bähler von der Stiftung für Konsumentenschutz ist mit der Umsetzung des geänderten Fernmeldegesetz ganz und gar nicht zufrieden. «Die Verordnung ist klar», sagt Bähler. Salt halte sich nicht an die Vorgaben.

Auch Oliver Zadori vom unabhängigen Vergleichsdienst Dschungelkompass kritisiert den drittgrössten Player in der Schweiz: «Das war nicht die Idee.» Hinzu kommt, dass Salt-Kundinnen und -Kunden Datenpakete nicht via Wlan aktivieren können. Das birgt ein zusätzliches Risiko für eine Kostenfalle.

Oliver Zadori empfiehlt darum, das Roaming via Kundenkonto komplett zu sperren. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, soll das Datenpaket bereits in der Schweiz lösen.

Kostenlimite: Salt und Sunrise noch nicht optimal

Auch bei der neu obligatorischen Kostenlimite für Daten und Telefonie im Ausland schneidet Salt schlecht ab. Für bestehende Kunden hat das Telekomunternehmen eine Standard-Limite von 1000 Franken festgesetzt, je 500 Franken für Telefonie und Daten. Viel zu hoch, finden Konsumentenschützer.

Aber auch Sunrise könnte nachbessern: Sunrise-Kunden haben lediglich eine Standard-Limite für die Internetnutzung, sprich für die Daten. Bei der Telefonie greift aktuell keine Limite. Diese muss jeder Kunde selbst einstellen.

In der ganzen Umstellung erhält die Swisscom von den beiden Experten die besten Noten.

Fehlbare Telekomanbieter melden

Box aufklappenBox zuklappen

Das BAKOM bittet Kundinnen und Kunden um Hinweise zu betroffenen Anbietern und bezogenen Angeboten. Hinweise können direkt beim BAKOM oder bei der Schlichtungsstelle ombudscom gemeldet werden.

Kontaktformular BAKOM, Link öffnet in einem neuen Fenster

Schlichtungsstelle Telekommunikation, Link öffnet in einem neuen Fenster

Espresso, 12.07.2021, 08:13 Uhr

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    "Jetzt schon"...., werden die Zuständigen vom zuständigen Bundesamt für Kommunikation laaaangsam ein "bisschen aktiv" betreffend längst sehr aktiven - ausbeuterischen -
    "Telekommunikations-Anbietern" schweizweit...???
    Da ist irgendwie der "Wurm" drin bei verschiedenen, teuren, aber in-aktiven Bundesämtern der Schweiz, respektive deren zuständigen Verantwortlichen der jeweiligen "Drektion"!!??
  • Kommentar von Adriano Granello  (adgr)
    @SRF
    Wir sind "hässig" ist nicht mal ein Helvetismus, sondern purer Deutschschweizer Dialekt,in neuerer Zeit zunehmend von den Boulevardblättern Blick und 20Minuten innerhalb von ansonsten "schriftdeutsch" verfassten Texten verwendet. SRG/SRF, ansonsten die informelle Hüterin der innerschweizerischen Dialekte, sollte sich auch bei der Wortwahl in hochdeutschen Texten nicht vom Boulevard verführen lassen. Statt dem Dialektwort "hässig" einfach "verägert oder "empört" oder "ungehalten" verwenden.
  • Kommentar von Thomas Trefzer  (ttre)
    Roaminggebühr = Heimatschutz und Küstenbefestigung der Hochpreisinsel. Gehört endlich abgeschafft.