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Neue Statue in Indien Er ist der Grösste

Legende: Video Indien enthüllt die grösste Statue der Welt abspielen. Laufzeit 00:22 Minuten.
Aus Tagesschau vom 31.10.2018.
  • Mit einem feierlichen Akt ist heute in Indien die mit 182 Metern höchste Statue der Welt enthüllt worden.
  • Sie bildet den indischen Politiker Sardar Vallabhbhai Patel ab.
  • Patel machte sich im Kampf um Indiens Unabhängigkeit verdient und gilt als Organisator der indischen Einheit.
  • Trotzdem gilt er nur als Nummer drei der indischen Unabhängigkeitsbewegung.

In Indien ist der Bau der angeblich höchsten Statue der Welt nach 33 Monaten abgeschlossen. Premierminister Narendra Modi weihte die 182 Meter hohe, mit Bronze verkleidete Skulptur des indischen Unabhängigkeitshelden Sardar Vallabhbhai Patel ein. Es war der 142. Geburtstag Patels (1875–1950), der auch erster Vize-Premierminister Indiens war.

Die grösste Statue der Welt

Die «Statue der Einheit» steht in der Nähe der Sardar-Sarovar-Talsperre im westindischen Bundesstaat Gujarat, der Heimat Modis und Patels. Sie wird in indischen Werbungen als «höchste Statue der Welt» angepriesen.
Der angebliche Rekordbau soll aber schon bald gebrochen werden, denn vor der Küste der indischen Metropole Mumbai wird eine noch höhere Statue des Königs und Hindu-Führers Shivaji aus dem 17. Jahrhundert geplant.

Imposante Zahlen

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  • Die Statue ist 182 Meter hoch. Für den Bau wurden offenbar 1850 Tonnen Bronze verarbeitet.
  • Die Statue soll Windgeschwindigkeiten von bis zu 60 Kilometern pro Stunde, Erschütterungen und Erdbeben widerstehen können.
  • 300 Ingenieure waren mit der Planung und Durchführung des Baus beschäftigt.
  • Dreieinhalb Jahre lang bauten rund 3000 Arbeiter an der gigantischen Konstruktion.
  • Das Standbild enthält auch zwei Aufzüge, die Besucher zukünftig in einer halben Minute nach oben fahren sollen.

Kritik am Bau

Es gab Kritik am Bau der Statue – vor allem an den Kosten in Höhe von rund 410 Millionen Franken. Zudem war für das Gelände Privatland enteignet worden. Auch, dass nicht nur indische Arbeiter, sondern auch viele chinesische am Bau beteiligt waren, wurde kritisiert. Weil Proteste erwartet wurden, gab es rund um die Einweihung eine hohe Polizeipräsenz. Es blieb aber ruhig.

Politische Hintergedanken

Die Statue war bereits seit 2010 geplant worden, als Modi noch Regierungschef in Gujarat war. Patel hatte 1947 die meisten Fürstenstaaten Britisch-Indiens überredet, sich dem neuerdings unabhängigen Indien anzuschliessen.

Patel gilt hinter Nehru und Gandhi nur als Nummer drei in der indischen Unabhängigkeitsbewegung. Er war aber strammer Hindu-Nationalist.

Narendra Modi und seine «Bharatiya Janata Party» (BJP) gehören zum Lager der Hindu-Nationalisten, die von je her ein gespaltenes Verhältnis zu den Gründungsvätern haben. Die BJP versucht seit einiger Zeit daher, die Figur Patel für sich zu vereinnahmen.

Karte.
Legende: Patel und Modi – aber auch Gandhi – stammen aus dem Bundesstaat Gujarat, wo heute die Statue steht. SRF

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