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Legende: Audio Klimastrategie klappt: Norweger kaufen vermehrt E-Autos abspielen. Laufzeit 02:22 Minuten.
02:22 min, aus Info 3 vom 02.04.2019.
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Nordischer Run auf E-Mobile Norweger fahren voll auf Strom ab

Das nordische Land überrascht bei den Neuzulassungen im März mit 58 Prozent E-Autos. Was ist da passiert?

Vor knapp drei Jahren hat sich Norwegen ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Komplett weg von Benzin- und Dieselfahrzeugen. Bis 2026 sollen Milliarden in den öffentlichen Verkehr, das Velonetz und die Elektro-Mobilität gepumpt werden.

Wie neueste Verkaufszahlen zeigen, ziehen die Menschen offensichtlich mit. So waren im März 58 Prozent der neu zugelassenen Wagen Elektrofahrzeuge. Das ist verglichen mit einer Quote von 3,3 Prozent (Februar) für die Schweiz enorm.

Klimawandel ernstgenommen?

Die Politik hat die Marschrichtung vorgegeben und es scheint, dass die Norwegerinnen und Norweger das mittragen und auch den Klimawandel ernstnehmen, wie Nordeuropa-Mitarbeiter Bruno Kaufmann erklärt. Norwegen sei aber ein widersprüchliches Land. Auf der einen Seite als einer der grössten Öl- und Gasförderer ein Verschmutzer der Extraklasse. Auf der anderen Seite habe das Land den Strom schon immer mit Wasserkraft produziert. Damit seien die Voraussetzungen geschaffen für die E-Mobilität.

Auch Arne Nordboe aus dem norwegischen Finnoey hat sich von der Elektromobilität überzeugen lassen.
Legende: Auch Arne Nordboe aus dem norwegischen Finnoey hat sich von der Elektromobilität überzeugen lassen. Reuters/Archiv

Bald kommen die Occasionen

Einen wichtigen Anteil am Durchbruch haben laut Kaufmann die massiven Steuersenkungen für E-Autos in den letzten Jahren. Zurzeit seien diese Gefährte fast ein wenig billiger als die normalen Benziner. Dazu kämen weitere Anreize wie etwa die Befreiung von Maut- und Parkgebühren für E-Auto-Lenker.

Bisher waren laut Kaufmann die Preise immer noch so hoch, dass sich viele Leute ein E-Auto allenfalls als Zweitwagen anschafften. Mit dem wachsenden Occasionsmarkt allerdings dürfte der Durchbruch auch bei jenen gelingen, die nur ein Auto oder wenig Geld haben.

Elektroautos_Markt

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70 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Christmann (chrischi1)
    Also, wenn ich das richtig verstehe, lassen die Norweger ihre Elektromobile gratis herumkurven, indem sie diese durch ihre Erdölföderung subventionieren. Sagt mal, wo ist denn da bei uns die Bildung stehengeblieben? Das ist doch total bescheuert und Etikettenschwindel hoch 10.
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  • Kommentar von Werner Christmann (chrischi1)
    Und sie lügen sich weiterhin in die eigene Tasche und bei uns wird noch frenetisch geklatscht. Solange in Norwegen die Batterien nicht an den Bäumen wachsen begeht man auch dort Selbstbetrug, indem man die ökologischen Verbrechen zur Herstellung und Entsorgung der Batterien ausgelagert hat.
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    1. Antwort von Achim Frill (Afri)
      Genau das habe ich auch in einem Kommentar hinterlegt, aber scheinbar habe ich wieder mit einem einzigen falschen Wörtli die werten Zensoren aufgeweckt. Ja, würden in Norwegen hunderttausende Löcher gebuddelt, um an das giftige Zeugs für die Batterien zu gelangen, dann sähe man die E-Mobilität dort auch ganz anders. Aber so? Hauptsache, die eigene Luft ist sauber. St. Florian lässt grüssen.
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  • Kommentar von Edwin Schaltegger (Edwin Schaltegger)
    Von norwegischen Kollegen weiss ich, dass der Kauf von e-Autos nicht primär aus Umeltgründen gemacht wird, sondern vom reichen norwegischen Erdölstaat massiv subventioniert wird. Norwegen kann überhaupt nicht als Vorbild einer ökologischen Wirtschaft genommen werden. Norwegen besitzt immer noch eine riesige "offshore" Erdölförderungs-Industrie. Diese künstlichen Bohrinseln in der Nordsee sind alles andere als umweltfreundlich und stossen jährlich tausende von Tonnen Schadstoffe inkl. CO2 aus.
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