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Panorama Nur langsame Rückkehr zum Alltag an US-Ostküste

Nach dem Wintersturm «Jonas» vom Wochenende kehrt die US-Ostküste nur langsam zur Normalität zurück. In der Hauptstadt Washington bleiben Regierungsbehörden, Schulen und Ämter heute noch geschlossen.

So viel Schnee hat die Ostküste der Vereinigten Staaten schon lange nicht mehr gesehen. Übers Wochenende fielen Rekordmengen in Washington, New York City und weiteren Städten. Die Behörden meisterten «Blizzard Jonas», auch «Snowzilla» genannt, bis jetzt aber deutlich besser als frühere Unwetter.

Die Einwohner von Washington D.C. schaufeln die Gehwege frei und graben ihre Autos aus dem Schnee. Sturm «Jonas» hat die Stadt am Wochenende mit einem Meter Neuschnee zugedeckt – so viel auf einmal wie schon lange nicht mehr.

Auch New York City und weitere Städte an der US-Ostküste melden Schnee in Rekordmengen. Insgesamt kamen rund 20 Menschen ums Leben, die meisten bei Autounfällen. Etwa 200‘000 Haushalte hatten oder haben immer noch keinen Strom. Beim Hurrikan «Sandy» vor ein paar Jahren waren es deutlich mehr.

Anders als bei früheren Unwetter haben die Behörden früh vor dem Schneesturm gewarnt und zusätzliches Räumungspersonal aufgeboten. Schon gestern waren die Hauptstrassen und Autobahnen zum Teil wieder befahrbar. Geholfen hat sicherlich, dass die Schneemassen am Wochenende fielen.

Die richtige Bewährungsprobe steht deshalb erst noch an, wenn in ein paar Stunden die Pendler zur Arbeit müssen. Es liegt immer noch viel Schnee auf den Strassen.

Der öffentliche Verkehr nimmt seinen Betrieb erst beschränkt wieder auf. Die Strassenverhältnisse bleiben prekär, die Schulen sind zu und die Supermärkte haben Mühe, ihre Gestelle aufzufüllen. Das Leben an der US-Ostküste normalisiert sich. Bis der Alltag zurück ist, kann es noch einige Tage dauern.

Die Kosten des Sturms

Experten rechnen mit Milliarden Dollar. Es sei schwierig, eine genaue Summe zu kalkulieren, so der Rückversicherer Aon Benfield. Ein ähnlicher Sturm im Januar 1996 habe aber Einbussen von 4,6 Milliarden Dollar und versicherte Schäden von 920 Millionen Dollar zur Folge gehabt.

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