Panne im All – Andockmanöver an ISS vorerst gescheitert

Zwei Russen und ein US-Amerikaner flogen am Dienstag zur Internationalen Raumstation ISS. Die Astronauten versuchten dort vergeblich an die Raumstation anzudocken. Bis zum zweiten Versuch harren sie nun zwei Tage in ihrer fliegenden Sojus-Kapsel aus.

Eine Sojus-Kapsel dockt an die Internationale Raumfahrtstation an im November 2013. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Eine Sojus-Kapsel dockt an die Internationale Raumfahrtstation an im November 2013. Reuters

Die Russen Alexander Skworzow und Oleg Artemjew sowie der US-Amerikaner Steve Swanson waren am Dienstagabend pünktlich um 22.17 Uhr MEZ vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan abgehoben. Sie sollten um 4.04 Uhr an der ISS andocken.

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In 6 Stunden zur ISS

Die Astronauten sprachen kurz vor Take-off mit ihren Angehörigen.

Die Astronauten sprachen kurz vor Take-off mit ihren Angehörigen. reuters

Erst seit rund einem Jahr fliegen bemannte Sojus-Kapseln in weniger als sechs Stunden zur ISS. Bislang gab es vier solche Flüge. Zuvor waren stets zwei Tage nötig.

Während des Fluges tauchten aber technische Probleme auf und sie konnten nicht wie geplant an die ISS andocken. Grund sind nach Angaben der russischen Raumfahrtbehörde Probleme mit dem Navigationssystem.

Trinkwasser für zwei Tage

Das Andockmanöver ist nun in der Nacht auf Freitag geplant, wie der Chef der russischen Raumfahrtbehörde mitteilte. Die Männer hätten genug Trinkwasser und Nahrung für den nun zweitägigen Flug dabei, betonte das Flugleitzentrum bei Moskau. Experten sprachen von einer schweren technischen Panne.

Auf dem Aussenposten der Menschheit in mehr als 400 Kilometern Höhe wollen sie bis Mitte September zahlreiche Experimente erledigen. Dort arbeiten derzeit auch der Japaner Koichi Wakata, der Russe Michail Tjurin und der US-Amerikaner Rick Mastracchio.